Als Folge der Corona-Krise kommt es vermehrt zu Produktions- und Lieferengpässen. Aus Sicherheitsgründen wurde auch in der Dritten Welt die Feldarbeit eingestellt. Besonders betroffen: Kaffee, Tee, Kakao und Zigaretten.

Belastungsprobe für Trafiken

„Automat leer“, „Nicht lieferbar“, „Bis zu 7 Tage ausverkauft“ – diese und ähnliche Aufschriften finden sich derzeit vermehrt auf heimischen Zigarettenautomaten. Die Corona-Krise wurde vor allem für österreichische Trafiken zur Belastungsprobe. Erst vor wenigen Tagen habe Philip Morris wieder die Produktion aufgenommen, erklärt ein Trafikant aus der Wiener Josefstädter-Straße.

Trafikantin musste zusperren

Noch mehr Pech hatte eine Trafik-Inhaberin wenige Hausnummern weiter. Sie muss die Trafik aufgrund der Corona-Krise endgültig zusperren, wie sie auf der Tür der Geschäftslokals bekannt gibt.

Ware hängt im Post-Verteilzentrum

Der Trafikant erklärt: Bis ausreichend nachproduziert ist, werde es noch dauern und die Vorräte seien bereits aufgebraucht. Gleichzeitig habe der tagelange Stillstand im Wiener Post-Verteilzentrum für Ausfälle in der Lieferung gesorgt. Zur Erinnerung: ein massenhafter Corona-Ausbruch unter somalischen Leiharbeitern legte legte das gesamte Zentrum lahm, woraufhin das Bundesheer eingezogen werden musste, um die Post-Verteilung weiter im Notbetrieb zu organisieren.

Kakao, Tee und Kaffee könnten teuer werden

In Ghana verteilte die Kakao-Organisation Cocobud noch 1,2 Millionen Seifen an Kakaobauern, um sie gesund zu halten. Das Virus breitete sich dennoch aus. Jetzt beklagen Kakao-, Tee- und Kaffeeproduzenten die Knappheit der Güter. Während Kaffee-Röster unter Lücken in den Lieferketten leiden, klagen Tee-Händler über verlorene Ernten. Kaffee- und Tee-Versorger warnen vor einer zukünftigen Knappheit im Sortiment und Preisanstieg.