Bei Transgender-Menschen stimmt das gefühlte Geschlecht nicht mit dem biologisch gegebenen Körper überein. Sie seien in den „falschen Körper“ geboren worden, wird oft behauptet. Doch wie ist das bei Kindern und Jugendlichen? Kann man bei einer noch nicht abgeschlossenen körperlichen und psychischen Entwicklung davon überhaupt sprechen?

Von Christoph Uhlmann

Anhänger der Transgender-Agenda gehen davon aus, dass das Geschlecht ein soziales Konstrukt sei. Nicht die Biologie eines Menschen, sondern sein Gefühl wäre ausschlaggebend. Ein bekannter Kritiker des Transgenderismus ist Dr. Paul R. McHugh, ehemaliger Chefarzt der Psychiatrie am Johns Hopkins Hospital. Er meint, dass Transgenderismus eine „psychische Störung“ ist, die einer Behandlung bedarf und erklärt, dass eine Geschlechtsumwandlung nicht die Lösung für Menschen ist, die eigentlich an einer Wahrnehmungsstörung leiden. Erst diese Störung würde dazu führen, dass ihre eigene Wahrnehmung ihres Geschlechts nicht dem entspricht, was ihre tatsächliche biologische Realität ist. McHugh stellt hier den Vergleich zu Magersüchtigen an, die sich, obwohl bereits gesundheitsschädigend untergewichtig, für zu dick halten. Das Unterlassen einer Behandlung in letzterem Fall würde wohl jeder sofort als Verbrechen ansehen, und das erst recht, wenn es sich um ein Kind handelt.

Lebenslange Medikation

Die Journalistin Abigail Shrier beschreibt in ihrem Buch „Irreversible Damage“ (Irreversibler Schaden: Der Transgender-Wahnsinn, der unsere Töchter verführt), die möglichen negativen Konsequenzen sogenannter „geschlechtsangleichender Behandlungen“ und erfährt dafür massive Angriffe seitens linker Medien und Aktivisten. Sie versucht auf die reale und greifbare Bedrohung für Jugendliche hinzuweisen, die beispielsweise in einer Art Gruppenzwang beschließen, Hormone und Medikamente zu nehmen, um ihr Geschlecht zu verändern. Sie sprach mit einer Reihe von Experten über die explodierende Zahl von Mädchen in den USA, die sich solchen Behandlungen – oft nach einer Selbstdiagnose – unterziehen. Viele von ihnen würden unfruchtbar werden oder mit einer lebenslangen Medikation zurückbleiben. Welchen zusätzlichen psychischen Schaden das an diesen Kindern hinterlässt, ist kaum auszudenken.

Erhöhte Suizidrate

McHugh hält eine Geschlechtsumwandlung grundsätzlich für „biologisch unmöglich“ und meint, dass Menschen, die eine solche unterstützen, damit eine psychische Störung fördern – mit schockierenden Konsequenzen. Er berichtet über eine Studie, die zeigt, dass die Selbstmordrate unter transsexuellen Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung hatten, 20-mal höher ist als bei Nicht-Transsexuellen. Weiter verweist er auf Studien der Vanderbilt University und der Londoner Portman-Klinik über Kinder, die Transgender-Gefühle geäußert hatten, wobei 70-80 % der Kinder im Laufe der Zeit diese Gefühle wieder spontan verloren hätten. Wie viele dieser Kinder würden wohl später Selbstmord begehen, hätten sie verfrüht eine solche Behandlung gehabt?
Auch unter denjenigen, die eine geschlechtsangleichende Operation hatten, wären zwar die meisten mit der Operation zufrieden gewesen, „aber ihre anschließenden psycho-sozialen Anpassungen waren nicht besser als bei denen, die die Operation nicht hatten“, wird McHugh auf CNSNews.com zitiert. Was wohl so viel bedeutet, wie dass eine Operation kaum einen Unterschied macht, weil damit womöglich einfach das falsche Problem behandelt wird. Der frühere Chef der Psychiatrie am Johns Hopkins Hospital warnt daher davor, Jugendliche zu einem solchen Schritt zu ermutigen. Sie seien „anfällig für die Suggestion von ‚alles ist normal‘ in der Sexualerziehung“. Die „Diversity-Berater“ an den Schulen würden diese Jugendlichen wie „Sektenführer“ zu einem solchen Schritt bewegen können und auch dazu, „sich von ihren Familien zu distanzieren“. Sie würden Jugendlichen Argumente beibringen, um jeden Rat gegen eine Umwandlung zu entkräften. Zur Persönlichkeitsstörung kommt auf diese Weise auch noch soziale Isolation.

Risiko auf Sterilität

Die Schätzungen darüber, wie häufig das Phänomen Transsexualität grundsätzlich vorkommt, klaffen weit auseinander. Sie reichen von einem Fall unter hunderttausend bis zu knapp 1 Prozent der Bevölkerung – was dem Tausendfachen entspricht. In Österreich betrifft es rund tausend Personen, in den USA ging das Williams Institute im Jahr 2016 von ca. 0,8 % oder 1,4 Millionen Menschen aus, die sich selbst als transgeschlechtlich definieren. Die Zahl der tatsächlich operativ durchgeführten Geschlechtsumwandlungen in Deutschland ist laut statista.com zwischen 2012 und 2019 von 883 auf 2.324 und somit fast auf das Dreifache angestiegen.
McHugh wie auch Shrier berichteten, dass es „fehlgeleitete Ärzte“ gebe, die bei der Arbeit mit sehr jungen Kindern, die das andere Geschlecht nur zu imitieren scheinen, bereits „pubertätsverzögernde Hormone verabreichen, um spätere Operationen zur Geschlechtsumwandlung weniger belastend zu machen – obwohl die Medikamente das Wachstum der Kinder hemmen und das Risiko der Sterilität bergen.“ Ein solches Vorgehen kommt „einer Kindesmisshandlung nahe“, so McHugh, wenn man bedenkt, dass fast 80 % dieser Kinder „ihre Verwirrung aufgeben und auf natürliche Weise ins Erwachsenenleben hineinwachsen werden, wenn sie nicht behandelt werden.“

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