Der „Wochenblick“ scheint zur Lieblingslektüre linker Journalisten geworden zu sein. Zumindest beschäftigt sie unsere Zeitung mehr als jedes andere Medium in Österreich.

„Jetzt inseriert auch das Verkehrsministerium im rechtsextremen Wochenblick, und das auch noch auf dem Titelblatt“, empört sich da etwa Nina Horaczek (Bild) vom linksextremen „Falter“ auf Twitter.

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Doppelmoral

Das vom SPÖ-Parlamentsklub verantwortete Portal „Kontrast.at“ zählt penibel Inserate für den „Wochenblick“ auf, die insgesamt im Vergleich mit den Millionenbeträgen, mit denen SPÖ-nahe Medien in den letzten Jahrzehnten alimentiert wurden, mehr als bescheiden wirken.

Dennoch traumatisiert linke Kreise die Tatsache, dass FPÖ-geführte Ministerien gelegentlich auch im „Wochenblick“ inserieren und nicht ausschließlich in linksextremen Gazetten. Letztendlich offenbart sich damit jedoch das Selbstverständnis der Genossen, dass ihre Dominanz im Staat und in den Medien niemals in Frage gestellt werden dürfe.