Wien und andere österreichische Städte befinden sich mitten in der Ballsaison: Während viele Paare sich auf das Tanzparkett freuen, warnt eine Journalistin und bekennende Feministin nun eindringlich.

„Kann ich Feministin sein und diese Tänze genießen? Ein System unterstützen, in dem der Mann im Grundschritt verharrt und die Frau um ihn herumwirbelt?“, fragt sich „Kurier“-Journalistin Anna-Maria Bauer in ihrer Kolumne.

„Rückständiges Geschlechterbild im Tanz“

Denn auch wenn sie nach den ekstatischen Bewegungen mancher Gesellschaftstänze selbst „rotbackig und glücklich“ gewesen sei, bildeten einige Gesellschaftstänze doch ein rückständiges Geschlechterbild ab.

„Der Mann hat den besseren Überblick“

„Denn die Führung hat ja der Mann, das hat der Lehrer damals in der Tanzschule gebetsmühlenartig wiederholt. Und der Mann muss es ja auch tun, schließlich hat er, da es für ihn meist nach vorne geht, den viel besseren Überblick, kann über das Parkett in der Hofburg, im Rathaus, im Kursalon Hübner navigieren und schiebt dabei die Frau ein wenig wie einen dieser Körbe vorne bei den Lastenrädern vor sich her“, schreibt die Kolumnistin gegen die klassische Rollenverteilung an.

Geschlechtsorgane mit Song gefeiert

In einer weiteren Kolumne die für Aufsehen sorgte, feierte die feministische Journalistin vor einigen Monaten bereits die Gesamtheit des äußeren weiblichen Geschlechtsorgans.

Ich muss dich feiern, Baby/ ich muss dich feiern, wie es dir gebührt erklingt (auf Englisch)  Camille Yarbroughs Lied „Take Yo’ Praise“. Gesungen wird es von bunten Muscheln, Früchten oder auch Origami-Figuren in Vulva-Form“, beschrieb die Journalistin den Song und stellte fest, wie toll es nicht sei, eine Frau zu sein…