Roger Stone am Rande des Prozesses, bei dem er verurteilt wurde. Nun will ihn die linke Justiz für neun Jahre wegsperren

Donald Trump reicht es! Weil sich rund um die Russland-Affäre nun eine Verurteilung seines Vertrauten, Roger Stone, anbahnt, wirft er der Justiz „unfair“ zu sein. Vier Staatsanwälte traten daraufhin zurück.

Unverhältnismäßiges Urteil

Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag sieben bis neun Jahre Haft gegen Stone gefordert, der im November unter anderem der Falschaussage und Zeugenbeeinflussung schuldig gesprochen worden war. Daraufhin intervenierte das US-Justizministerium. Die Strafforderung sei „extrem, übertrieben und unverhältnismäßig“.

Wochenblick-Chefredakteur Christian Seibert wies bereits im Oktober auf die gefährlichen Folgen eines Impeachments hin. Der tiefe Staat hat sich nun in einen Trump-Vertrauten verbissen.

Justizministerium interveniert

Zuvor hatte Trump die Forderung der Staatsanwaltschaft scharf kritisiert. „Das ist eine furchtbare und sehr unfaire Situation“, schrieb der Präsident in der Nacht auf Twitter. Er könne einen solchen „Justizirrtum“ nicht zulassen. Ein Ministeriumsverantwortlicher sagte laut US-Medien, die Entscheidung zur Überprüfung der Strafforderung sei schon vor Trumps Tweet gefallen.

Demokraten sauer

Das Vorgehen des Justizministeriums erzürnte erwartungsgemäß die Demokraten. Allen voran den Ausschuss-Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Adam Schiff, der zuletzt auch maßgeblich an der gescheiterten Trump-Amtsenthebung beteiligt war. Er sprach von einem „eklatanten Machtmissbrauch“.

Staatsanwälte traten zurück

Vier Staatsanwälte waren wegen der angeblichen Einmischung von dem Fall zurückgetreten. In einem fragwürdigen Verfahren war Stone war im November von einer Jury schuldig befunden worden, die Untersuchung des US-Kongresses zur Russland-Affäre behindert zu haben. Nun fordert die Staatsanwaltschaft neun Jahre Haft für den 67-Jährigen. Roger Stone gilt als enger Trump-Vertrauter, der ihn unter anderem im Präsidentschaftswahlkampf 2016 als Politikberater beraten hat.