Für ein weltoffenes und tolerantes Europa jenseits der Nationalstaaten setzen sich heute über hundert Künstlergruppen und politische Institutionen ein. Sie rufen die sogenannte „Europäische Republik“ aus.

Unter dem Arbeitstitel „European Balcony Project“ – also europäisches Balkonprojekt – haben sich in ganz Europa linke Kulturvereinigungen und –institutionen zusammen geschlossen um gleichzeitig um 16:00 Uhr lautstark die Europäische Republik zu verkünden.

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Nationalstaaten gescheitert

Eine der Mitinitiatoren des Projekts ist die deutsche Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die gemeinsam mit dem österreichischen Buchautor Robert Menasse in Weimar die Republik ausrufen will. In einem Interview mit Deutschlandfunk gab sie an, dass das Projekt einerseits auf die Zustände 1918 anspielen soll, als nach dem 1. Weltkrieg in Europa überall neue Staaten ausgerufen wurden. Andererseits soll die Aktion auch einen Bezug zur Gegenwart herstellen und man wolle auf die Grundidee der Europäischen Einigung verweisen.

Im Manifest der Kunstaktion heißt es unter anderem, dass das Europa der Nationalstaaten gescheitert sei. Inhaltlich orientiere man sich laut Guérot an historischen Texten von 1918 – etwa an der Verkündung der kommunistischen Räterepublik in Bayern.

Reichtum Europas für „Vertriebene“

Besonders provokant formuliert wird im Manifest auch die Auflösung der Grenzen und die Einladung Afrikas nach Europa: „Wir sind uns bewusst, dass der Reichtum Europas auf Jahrhunderten der Ausbeutung anderer Kontinente und der Unterdrückung anderer Kulturen beruht. Wir teilen deshalb unseren Boden mit jenen, die wir von ihrem vertrieben haben. Europäer ist, wer es sein will. Die Europäische Republik ist der erste Schritt auf dem Weg zur globalen Demokratie.“

Die umstrittene Kunstaktion soll gleichzeitig europaweit in mehr als 150 Theatern und Privatwohnungen stattfinden. In Österreich sind etwa das Wiener Schauspielhaus, das Burgtheater, das Volkstheater und die Kunsthalle Wien mit dabei. Auch am Heldenplatz soll das Manifest verlesen werden.

Die Gründerin des Projekts, Ulrike Guérot beschimpfte nach dem Bundespräsidenten-Wahlkampf den Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und seine Wähler im Deustchen Fernsehen, warf mit infamen Unterstellungen um sich. Der ehemalige Innenminister Wolfgang Sobotka wehrte sich in der Sendung mutig dagegen und verteidigte das Ansehen der österreichischen Bürger.

Linke Staatskünstler

Wie gut die linke Vision von einem grenzenlosen Europa bei den Bürgern ankommt bleibt fraglich. Weltfremde linke Kunstaktionen sorgen auch in Österreich immer wieder Kopfschütteln oder zornige Reaktionen der Bürger.

Der „Wochenblick“ beschäftigt sich in der kommenden Ausgabe (43-18) intensiv mit umstrittenen linken „Staatskünstlern“. Die ORF-hofierten Künstler sorgen mit peinlich durchschaubaren Polit-Parodien und scharfen öffentlichen Statements immer wieder für Skandale.

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