Unter heftigem Protest der Demokraten hat vergangene Woche in Washington die Anhörung des von Donald Trump nominierten Richters Brett Kavanaugh begonnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der scharfe Abtreibungs-Kritiker bald am Supreme Court tätig ist, gilt als hoch. Zwei der drei Anhörungstage hat er bisher relativ unbeschädigt überstanden.

Kavanaugh, der als konservativer Jurist gilt, ist nach Neil Gorsuch die zweite Nominierung als Richter für das oberste US-Gericht in der Amtszeit von Präsident Trump.

Demokraten auf den Barrikaden

Richter in dem neunköpfigen Gremium werden auf Lebenszeit ernannt. Nach teils lautstarken Protesten während der Anhörung wurden mindestens 22 Demokraten wegen Ruhestörung vorläufig in Gewahrsam genommen. Demonstranten im Zuschauerraum hatten wiederholt die Eröffnungsrede des republikanischen Ausschussvorsitzenden Chuck Grassley unterbrochen.

Dabei handelte es sich vorwiegend um Frauen, die Brett Kavanaughs konservative Haltung zum Abtreibungsrecht kritisierten.