Der Wahlkampf hat gerade erst angefangen und wird schon richtig schräg! Nachdem die FPÖ am Mittwoch ihr 55-seitiges Wirtschaftsprogramm vorgestellt hat, herrscht Aufruhr in den sozialen Medien.

Ein Kommentar von „Wochenblick“-Online Chefredakteur Johannes Schüller

Eigener Beitrag über Programm-Titelseite

Keineswegs findet auf Twitter und Facebook jedoch eine überwiegend inhaltliche Auseinandersetzung mit dem FPÖ-Programm statt – so wie es wünschenswert wäre.

Der immer wieder durch höchst tendenziöse Berichterstattung auffällige Polit-Sender „Puls4“ hat sich offenbar vor allem für die grafische Gestaltung der Programmbroschüre interessiert.

Kleidungsfalten ergeben „NS“-Schriftzug

In einem ganzen Beitrag widmet sich der Sender der Titelseite. Einzelne Falten der Schutzkleidung eines dort abgebildeten Metallarbeiters sollen laut Netz-Nutzer den Schriftzug „NS“ bilden. Eine Abkürzung für „Nationalsozialismus“, mutmaßen die linken Verschwörungstheoretiker:

Linke suchen jetzt nach Nazi-Codes im FPÖ-Programm 1

Mit besorgtem Unterton fragen die Sendungsmacher in der Ankündigung des Beitrags:

Linke suchen jetzt nach Nazi-Codes im FPÖ-Programm 2

Nun könnte man das als Hirngespinst einer offenbar restalkoholisierten Redaktion abtun und herzlich über so viel Unsinn schmunzeln. Doch der bekannte Polit-Berater, Aktivist und „Puls4“-Moderator Rudolf „Rudi“ Fußi greift die irre Theorie auf Twitter auf:

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Einzelne Twitter-Nutzer greifen den Ball auf, bestätigen den Verdacht:

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Andere hingegen haben kein Verständnis für Fußis Mutmaßungen, reagieren mit Augenzwinkern oder sogar eindringlichen Warnungen:

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Auch einer der PR-Berater der ÖVP, Daniel Kapp, verbreitet den irren Vorwurf auf Twitter:

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Blöd dabei: Die Theorie wurde bereits stichhaltig widerlegt. Das „belastete“ Foto stammt aus einer Bilddatenbank – dort ist die „NS-Jackenfalte“ ebenfalls zu finden.

Extrem linke Kaderschmiede mobilisiert

Doch dabei handelt es sich längst nicht um den einzigen Aufreger im Zusammenhang mit dem FPÖ-Wahlkampfauftakt. Das „Mauthausen Komitee Österreich“ (MKÖ), das weniger durch würdige Gedenkarbeit als durch politisch einschlägige, zum Teil extrem linke Propaganda auffällt, hat in einem Pamphlet 60 Aussagen von FPÖ-Politikern versammelt, die es als „rassistisch“ und „antisemitisch“ bezeichnet.

Damit möchte das MKÖ zugleich anderen Parteien die Koalition mit den Freiheitlichen eindringlich verbieten. Pikant: Das MKÖ gilt unter Polit-Insidern als extrem linke Kaderschmiede, die sich vor allem dem gezielten Kampf gegen die FPÖ verschrieben haben. Experten bezweifeln die inhaltliche Seriosität und Unabhängigkeit des Komitees.

Benennen von Islam-Hintergrund „Hetze“

Soweit, so gut: Im Zuge des Wahlkampfs melden sich täglich kleine und größere „Vereine“ zu Wort, geben ihren Polit-Senf ab. Die vom MKÖ genannten Aussagen der FPÖ-Politiker sind zum Teil mehrere Jahre alt, der Öffentlichkeit zum Teil hinlänglich bekannt.

Das MKÖ empört sich u.a. auch über Äußerungen von Freiheitlichen-Boss HC Strache: „FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache nutzt die Amokfahrt eines psychisch Kranken in Graz für Hetzpropaganda: ‚Der Täter ist aus Bosnien. Ein religiös begründetes Attentat wird nicht ausgeschlossen.‘ Dieser Versuch, aus dem Leiden von Menschen politisches Kapital zu schlagen, löst zahlreiche empörte Reaktionen aus.“

Zwangsgebühren-ORF macht Wahlkampf

Der Vorwurf der „Hetze“ sowie der Vorwand „psychischer Verwirrung“ bei Islamisten ist von linken Kreisen sattsam bekannt. Aus dem Benennen nur allzu naheliegender Islam-Hintergründe einen „Nazi-Skandal“ konstruieren zu wollen, bleibt freilich besonders einfältig und plump. Angesichts wöchentlich stattfindender islamistischer Anschläge dürften die meisten Österreicher für solche wirren Vorwürfe keinerlei Verständnis mehr haben.

Pikant dabei: Die schmale „MKÖ“-Broschüre mit schnell herunter getippten Vorfällen hat es tatsächlich in den durch Zwangsgebühren finanzierten ORF geschafft. Die „Zeit im Bild“ geht in einem Beitrag ausführlich darauf ein. Was soll das sein, wenn nicht politische Bevormundung? Extrem linke Polit-Aktivisten, Mainstream-Medien und der Zwangsgebühren-Sender vom Küniglberg spielen auch hier wieder mal Hand in Hand…

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