Die Dimensionen linksextremer Gewalt werden immer bedrohlicher. Nach den beachtlichen Erfolgen der spanischen Rechtspartei VOX griffen Linksextremisten in Madrid unter anderem den beliebten Politiker Santiago Abascal mit Steinschleudern und Wurfgeschossen an.

von Franziska Bernhard

Abascal hatte nationale Bedeutung erlangt, nachdem seine Partei sich gegen sozialistische Globalisten um Premierminister Pedro Sanchez positioniert hat. In Südspanien wurden etwa Studenten und Senioren aus ihren Wohnungen delogiert, um Flüchtlinge unterzubringen.

Steine, Flaschen & Co fliegen auf die Bühne

Im traditionell kommunistischen Stadtteil Vallecas eskalierte der Konflikt nun. Kurz nach Beginn der Kundgebung begannen gewalttätige Linke, Steine, Flaschen und andere Gegenstände auf die Bühne zu werfen, während Abascal sprach. Auch das schnelle Einschreiten der Polizei brachte keine Besserung. Im Gegenteil: Linksextremisten bewarfen die Beamten mit Backsteinen und prügelten mehrere Polizisten krankenhausreif. Insgesamt wurden 14 Menschen verletzt.

Antifa-Gewalt in Barcelona kein Einzelfall

Schon im vergangenen Frühjahr kam es teils zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Linksextremisten und der Polizei. Erstere verwüsteten in Barcelona ganze Stadtteile. Auslöser war eine Haftstrafe, die der linksextremer Musiker Pablo Hasél für die andauernde Gutheißung von Terrorismus ausfasste. „Die Verteidigung der Meinungsfreiheit rechtfertigt auf keinen Fall die Zerstörung von Eigentum, die Angst unserer Mitbürger und die Verletzung von Unternehmen, die bereits von der Krise betroffen sind“, sagte Ada Colau, die Bürgermeisterin von Barcelona.

Es ging dabei um mehr als 60 zwischen 2014 und 2016 veröffentlichte Tweets, für die Hasél 2018 wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt wurde. Außerdem wurde er wegen Beleidigungen und Verleumdungen der Polizei, sie habe Demonstranten und Migranten gefoltert und getötet zu haben, mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro belegt.

Linksextremer Sumpf beschäftigt Spanien seit Langem

Auf seinem Twitter-Account huldigte der Rapper bewaffneten spanischen Gruppen wie Grapo, einer marxistischen „antifaschistischen Widerstandsorganisation“, der zwischen 1975 und 2003 etwa 1.000 Gewaltakte vorgeworfen wurden, darunter 80 Morde und verschiedene Entführungen.

Hasél twitterte auch über Mitglieder der inzwischen aufgelösten baskischen Separatistenorganisation Eta, die in vier Jahrzehnten der Gewalt mindestens 853 Menschen in einer Kampagne von Autobomben und Schießereien getötet hat. Währenddessen werden weiterhin Studentenheime geräumt, um Platz für die nach Ansicht vieler Spanier ungebetenen Gäste der Migrantenschiffe zu schaffen.

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