Immer mehr Menschen leben in Angst vor einem Überfall im öffentlichen Raum oder in den eigenen vier Wänden. Als Täter traten in der Statistik bislang eher Armutsmigranten oder Menschen aus östlichen EU-Ländern in Erscheinung. Doch in Leipzig muss man sich mittlerweile auch vor Linksradikalen fürchten. Diese brachen in die Privatwohnung der Prokuristin einer Immobilienfirma ein und prügelten wild auf sie ein. 

Sogar der Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ist schockiert über die feige und brutale Tat. Die Bild-Zeitung zitierte ihn mit deutlichen Worten: „Der Weg zum politischen Mord ist nicht mehr weit“. So deutliche Worte waren von einem Sozialisten bislang selten zu hören, wenn man von Thilo Sarrazin absieht. „Die Grenze ist überschritten: Die militante linke Szene schreckt auch vor Überfällen auf wehrlose Frauen nicht mehr zurück. Die von der linksextremen Szene verbreitete Mär, man sei nur gegen Sachen und staatliche Institutionen gewalttätig, nicht aber gegen Personen, ist entlarvt als das, was es immer war: eine Lüge“, führte Jung weiter aus.

In ihrer eigenen Wohnung überfallen

Die Tathandlung war tatsächlich erschreckend und muss objektiv betrachtet als politischer Terror eingestuft werden. Am Sonntag, dem 3. November, klingelten gegen 19 Uhr vermummte Gewalttäter an der Tür der 34-jährigen Frau. Als diese öffnete, drängten sich die Angreifer in die Wohnung und schlugen sie mehrfach hart ins Gesicht. Mit der Parole „Schöne Grüße aus Connewitz“ traten sie die Flucht an. Die Tat reiht sich nahtlos in terroristische Anschläge gegen Baustellen ein. Immer wieder werden Kräne, Baumaschinen und Bagger angezündet. Erst vor wenigen Tagen wurde eine Baustelle an der Prager Straße attackiert. Drei brennende Großkräne sorgten für eine Kettenreaktion, bei der immer wieder Gasflaschen explodierten. Zeugen sprachen von kriegsähnlichen Zuständen.

Menschenverachtend kommentierten die linksradikalen Sturmtruppen ihre „Heldentat“ auf dem Terror-Portal „Indymedia“, welches von deutschen Behörden trotz langjähriger Bemühungen nicht geschlossen werden kann: „Wir freuen uns, wenn sich der Bau von Luxuswohnung o.Ä. verzögert, denken aber, dass diese Aktionsform angesichts vollumfänglicher Versicherungsabdeckung nur symbolischen Charakter hat. Wir haben uns deswegen entschieden, die Verantwortliche für den Bau eines problematischen Projekts im Leipziger Süden da zu treffen, wo es ihr auch wirklich weh tut: in ihrem Gesicht.“

Kritik aus dem eigenen Lager

Nicht alle Linken können sich dieser neuen Qualität der Intensivgewalt anschließen. So kommentierte ein „Marcus“ unter dem Bekennerschreiben am 5. November: „Mit dieser hirnverbrannten Aktion habt ihr der linken Bewegung sehr geschadet und den rechten Populisten Futter gegeben. Es war bisher immer die Regel: Nur Gewalt gegen Sachen, nicht gegen Menschen. Und dann auch noch gegen eine Frau? Damit hab ihr euch auf ein Level mit Nazischlägern begeben, die im Mob wehrlose Personen angreifen und bewohnte Asylheime anzünden etc.“

Ob Oberbürgermeister Jung seinen Worten auch Taten bei der Bekämpfung der linksextremen Szene folgen lässt, wird in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich von vielen Menschen beobachtet werden.