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Erst vor kurzem regte ein Nutzer sogar ein Bomben-Attentat auf den FPÖ-Innenminister Herbert Kickl an.

Auf der Facebook-Seite des ehemaligen Grün-Abgeordneten Karl Öllinger regt ein Nutzer ein Bomben-Attentat auf den Innenminister an. Der Grün-Politiker findet jetzt, das Posting sei „wohl witzig gemeint“ gewesen.

Er ist zwar seit der letzten Wahl nicht mehr im Parlament. Auf seiner Facebook-Seite wettert der Grün-Politiker Öllinger aber beinahe täglich gegen die ÖVP-FPÖ-Regierung. Kontinuierlich ist von „vorsätzlichen Gemeinheiten“ oder von „Grauslichkeiten“ der neuen Regierung die Rede.

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Hasserfüllte Nutzer

Von derlei Parolen aufgestachelt lassen sich viele Facebook-Freunde von Karl Öllinger zu hasserfüllten Kommentaren gegen ÖVP und FPÖ hinreißen. Manche Nutzer sehen in Öllinger auch den Leuchtturm einer neuen Links-Partei, um „gegen diese Phalanx anzukämpfen“.

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Stauffenberg-Attentat als Vorbild

Den bisherigen Höhepunkt bildet ein Facebook-Posting des Deutschen Christian M.! Im Bezug auf das Neujahrstreffen der FPÖ, zu dem auch Innenminister Herbert Kickl eingeladen hat, schreibt er: „Man könnte ja unterm Tisch wie Stauffenberg …“

Claus Schenk Graf von Stauffenberg war Offizier der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Am 20. Juli 1944 deponierte er unter einem Tisch eine Koffer-Bombe, mit dem Ziel, Adolf Hitler zu töten. Hitler überlebt den Anschlag, vier andere Männer wurden von der Bombe getötet.

Neujahrstreffen findet trotzdem statt

Wie es aus der FPÖ jetzt heißt, findet das Neujahrstreffen in Vösendorf, an dem tausende FPÖ-Anhänger teilnehmen, trotzdem statt. Dass Anschlags-Drohungen von linksextremer Seite aber durchaus ernst zu nehmen sind, zeigt ein Brandanschlag in Wien. Erst kürzlich zündeten Personen aus dem vermeintlich linksextremen Mileu das Auto von Martin Sellner in Wien an. Der junge Mann ist ein bekannter rechter Aktivist der sogenannten „Identitären“.

Abgefackelt: Linksextremisten verübten einen Anschlag auf das Auto von Martin Sellner.

Öllinger: Aufruf „wohl witzig gemeint“

Öllinger verteidigt den vermeintlichen Mordaufruf gegen Innenminister Kickl. Die Bombendrohung könnte „wohl witzig gemeint“ gewesen sein:

„Zu meinem Kickl-Kommentar am 7.1. postete ein Christian M. einen wohl witzig gemeinten, aber missverständlichen und auch deplatzierten Kommentar.“

Vizekanzler und Kickls Parteifreund HC Strache findet ein solches Posting hingegen nicht „witzig“. Auf Facebook schreibt er Montag Vormittag: „Solche Gewalt-Postings sind nicht zu tolerieren und gehören umgehend zur Anzeige gebracht.“