Der Vorstoß von Gesundheitsminister Rudolf Anschober, die FFP2-Maskenpflicht auf stark frequentierte Orte im Freien auszuweiten, erhielt in Linz eine klare Absage. Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) hielt fest: „Ich halte eine Maskenpflicht im Freien für völlig sinnbefreit und lehne sie daher ab.“

Raml sieht den Vorstoß Anschobers generell als fragwürdig. „Die Corona-Infektionszahlen in Linz sind aktuell auf einem so niedrigen Niveau wie im August des letzten Jahres. Es gibt keine Notwendigkeit für solch überbordende Maßnahmen“, stellte er fest.

Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) teilt diese Ansicht, sodass die Verordnung im Linzer Krisenstab am Freitag einhellig abgelehnt wurde. Tatsächlich besteht bereits eine FFP2-Maskenpflicht auf Outdoor-Märkten: Anschobers Vorstoß sah vor, dass fortan auch auf Plätzen mit Personenverkehr, beispielsweise in Einkaufsstraßen, die Maske obligatorisch wird. Und das, obwohl die FFP2-Maskenpflicht ohnehin als umstritten gilt.

Die Verordnung dieser Maßnahme obliegt den lokalen Behörden. „Ich hoffe, dass es auch von Landeshauptmann Thomas Stelzer keine Weisung zu einer Maskenpflicht in der Linzer Innenstadt oder anderswo in Linz geben wird“, sagte Michael Raml abschließend.