V.l.n.r.: FPÖ-Vertreter Michael Raml, Grünen-Frau

Da staunten die Zuhörer bei der Diskussionsrunde der Homosexuellen-Initiative (HOSI) am Montagabend in Linz nicht schlecht: Ausgerechnet die ÖVP, die sich regelmäßig auf ihre christlichen Wurzeln beruft, verspricht der Linzer Schwulenbewegung seit einem Jahr Fördermittel aus Steuergeldern!

Hingegen mache SPÖ-Bürgermeister Luger, der sich gerne weltoffen und tolerant gibt, einen sehr desinteressierten Eindruck in einem Gespräch mit dem Vereinsvorstand. Darüber informierte Vereinssprecher Stefan Thuma im Rahmen der Polit-Runde.

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Grüne: Kindern soll Schwul-Sein näher gebracht werden

Demgegenüber waren die Positionen von SPÖ, Grünen und NEOS betreffend Homosexuellen wenig überraschend: Sie forderten die Homo-Ehe, die Grünen Kinder- sowie Lehrbücher mit schwulen Inhalten. Nicht nur in letzterem Fall folgte zustimmendes Nicken seitens den Vertretern der SPÖ und der NEOS.

Linz: Grüne fordern Kinderbücher mit schwulen Inhalten! 1

Fast konnte man den Eindruck gewinnen, sie wollten sich gegenseitig mit Versprechungen überbieten. Mehrmals ernteten sie dafür Applaus von den rund 30 Zuhörern.

FPÖ: Staat soll Familien mit Kindern fördern

Mit weniger Gegenliebe hatte FPÖ-Bundesrat Dr. Michael Raml zu rechnen, der sich etwa gegen eine „Ehe für Alle“ aussprach:

„Der Staat soll ein Zusammenleben fördern, aus dem Kinder entstehen können. Eine Gleichstellung von homosexuellen zu heterosexuellen Paaren ist die Ehe betreffend auch verfassungsrechtlich nicht geboten, weil die Europäische Menschrechtskonvention auf eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau abstellt“, argumentierte der Jurist nüchtern. Das Publikum konnte sich trotzdem nicht für seine Positionen erwärmen.

Linz: Grüne fordern Kinderbücher mit schwulen Inhalten!

ÖVP machte sich deutlich unbeliebt

Einzig die Vertreterin der ÖVP wusste offenbar nicht, wo sie ihr Ei hinlegen sollte. Bei nahezu jeder Wortmeldung entschuldigte sie sich für das Verhältnis ihrer Partei zur Homosexualität und führte diese auf die Verbindungen zur römisch-katholischen Kirche zurück.

Sie versprach, in ihrer Mutterpartei inhaltliche Änderungen anzuregen. Auch dieser Zick-Zack-Kurs wurde nicht belohnt: „Das ist ein bekanntes Doppelspiel der ÖVP. Das kennen wir bereits!“, hörte man sinngemäß mehrmals im Saal.

Linz: Grüne fordern Kinderbücher mit schwulen Inhalten! 2

„Denen muss man dringend helfen!“

Schließlich versuchte Elisabeth Spitzenberger doch noch zu Punkten. „Ich habe erst heute mit dem Linzer ÖVP-Klubobmann Martin Hajart über die HOSI gesprochen. Er meinte sofort, denen muss man dringend helfen!“

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