Linz Hbf: ÖVP-Baier will Asylwerber mit klassischer Musik beruhigen
Anfang des Jahres forderten Politiker ein Sicherheits-Maßnahmenpaket für den Linzer Hauptbahnhof. Es beinhaltete unter anderem die Beschallung des Innengebäudes mit klassischer Musik mit dem Ziel, Problem-Asylwerber zu beruhigen oder vom Bahnhof zu vertreiben.

Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) will am 2. März eine Resolution an die ÖBB einbringen, in der er ein Sicherheits-Maßnahmenpaket fordert. Bestehen soll es aus einem temporären Alkoholverbot, WLAN-Beschränkung und der Beschallung des Innengebäudes am Hauptbahnhof Linz mit klassischer Musik.

In Deutschland wurde diese Maßnahme bereits diskutiert und erprobt, um Problem-Asylwerber zu beruhigen oder vom Bahnhof zu vertreiben. Ob die Musik-Beschallung indes erfolgreich war, ist indes nicht bekannt.

Werbung

Klavier und Arbeit sollen Asylanten besänftigen

Am 16. Februar lud Integrations-Landesrat Rudi Anschober zu einem „Runden Tisch“. Grund waren die sich stark häufenden Übergriffe und Randalen durch Migranten – speziell afghanische Asylwerber – am Hauptbahnhof Linz. Über die Notwendigkeit einer stark präsenten Exekutive am Bahnhof waren sich beim „Runden Tisch“ alle einig. Mit ihnen sollen zukünftig auch Dolmetscher auf Streife gehen.

Diese sollen den betreffenden Asylanten klarmachen, „an welche Regeln sie sich hier zu halten haben“, so Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Speziell für Afghanen sollen Infoplakate in der Landessprache Farsi angebracht werden. Unter Anderem soll dort festgehalten werden, warum diese sie nicht in größeren Gruppen zusammenstehen sollen.

Während der VP-Vize klassische Musik zur Problemlösung vorschlägt, setzt Anschober auf mehr Beschäftigung und Arbeitsplätze für die Radau-Asylanten vom Haupftbahnhof und plädiert dafür, den Arbeitsmarkt insbesondere bei Mangelberufen so schnell wie möglich zu öffnen.

Luger und Wimmer: Sicherheitskonferenz

Am 28. Februar will der Sicherheitsreferent der Stadt Linz und Vizebürgermeister Detlef Wimmer gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Luger eine Sicherheitskonferenz zum Problembahnhof durchführen. Wimmer betonte die Notwendigkeit schneller Abschiebungen, mahnte diese bei der dafür verantwortlichen Bundesregierung an.

„Wir wollen nicht mit dem Finger auf andere Zeigen und deren Verantwortung einmahnen, sondern gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Auch wenn die Stadt Linz formalrechtlich nicht zuständig ist – davon haben die Menschen nichts. Wir alle müssen die Ärmel hochkrempeln und anpacken“, erklärte Wimmer.

Werbung
zweitwohnsitz wohnung haus panama finca bayano

Einem vom Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und der ÖVP und FPÖ geforderten Alkoholverbot stimmt Bürgermeister Luger nicht zu. Klassische Musik will er auch nicht. „Es widerstrebt mir einen Teil unseres Kulturgutes zu verwenden, um Menschen zu vertreiben“, sagt er in einer Stellungnahme.

Wochenthema Hauptbahnhof Linz: Über 50 Fälle wurden verschwiegen

Seine aktuelle Ausgabe hat der „Wochenblick“ dem Bahnhof gewidmet. Ohne Zensur und falsche Scheuklappen wird etwa über 50 verschwiegene Fälle berichtet, die ein Sicherheitsmann dem „Wochenblick“ exklusiv zugespielt hat.

Details zu den verschwiegenen Fällen im neuen „Wochenblick“

Lesen Sie hierzu den Artikel „Linzer Hauptbahnhof: Endstation Angst“ in der neuen Ausgabe, die HIER gratis angefordert werden kann.

++++

Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen keine brisanten Informationen mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen NEWSLETTER!