Im Linzer Lenaupark-Viertel sollen sich zurzeit martialische Szenen abspielen. Junge männliche Migranten würden mit echt aussehenden Spielzeugwaffen (Softguns) Exekutionen nachstellen und sich Waffen ins Genick halten. Polizeibeamte konnten nun eine Anscheinswaffe sicherstellen.

Schon seit mehreren Jahren steigt die Kriminalität zwischen dem Linzer Kremplhochhaus und dem Lenaupark. Anrainer berichten von immer mehr Drogendealern, Vandalismus, Lärm und Gewalt. Eine 75-jährige Bewohnerin des Lenaupark-Viertels spricht von „zu hörenden Schüssen“ und „jungen Migranten, die Kriegsspiele in unserem Grätzel abhalten“.

Zuerst Tierquälerei, dann Hinrichtungen

Zuerst hätte es damit begonnen, dass „junge Leute mit Softguns auf Tauben geschossen“ hätten. Die Situation steigerte sich schließlich mit den Hinrichtungsspielen, die dort seit mindestens einem Jahr stattfinden sollen. Vor Monaten soll bereits nach Schüssen ein Bursche mitsamt seiner Waffe von der Polizei abgeführt worden sein.

„Morgen vielleicht echtes Gewehr“

Der Linzer Polizeichef Karl Pogutter bestätigte den Vorfall der Kronen Zeitung. In einem Grünstreifen wurde sogar eine dieser Waffen gefunden. Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) ist sichtlich empört und meint, dass es „heute eine Softgun und morgen vielleicht ein echtes Gewehr“ sein könnte.

Landespolizeidirektion spricht von alten Fällen

Telefonisch teilte die Landespolizeidirektion Oberösterreich dem Wochenblick mit, dass die in der Kronen Zeitung und der Zeitung Heute als aktuell präsentierten Fälle ein Jahr alt wären. Momentan wären der Polizei keine Hinrichtungsspiele bekannt. Richtig ist, dass aktuell eine Anscheinswaffe, eine so genannte Softgun sichergestellt werden konnte. Diese wurde von der Linzer Ordnungswache gefunden, welche eine Meldung bei der Polizei machte, damit keine Spuren vernichtet werden.