179 Millionen Euro Werbezuwendungen und Inserate vergab die österreichische Bundesregierung im letzten Jahr an ausgewählte Medien. Kritiker sprechen daher von „gekauften Journalisten“. Diese würden besonders wohlwollend über die Tätigkeit der Regierung berichten und absichtlich mit Kritik sparen. In Linz nimmt nun die FPÖ die Vergabe von Geldern an Medien genauer unter die Lupe.

Millionen der Stadt Linz an Medien

Wie der „Wochenblick“ bereits vergangene Woche berichtete, kassieren manche oberösterreichischen Medien kräftig von den Linzer Steuerzahlern ab. So erhielten in rund vier Jahren die „OÖ Nachrichten“ über eine Million Euro aus der Linzer Stadtkasse. Besonders auffällig: Alle anderen Tageszeitungen zusammen erhielten wesentlich weniger als die „OÖ Nachrichten“, die 74 Prozent der Gelder abstaubten.

Die Gratis-Wochenzeitung „Tips“ kassierte 199.000 Euro und der Sender „Life Radio“ 252.000 Euro. Für Kopfschütteln sorgte auch die Vergabe von Steuergeld-Unsummen an ein linkes Netzwerk: „Radio Fro“, Dorf TV, Servus.at und SpotsZ bekamen in vier Jahren zusammen rund 713.000 Euro!

Vizebürgermeister Wimmer fragt nach

In einer ersten Reaktion kündigte der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) eine Untersuchung der Geldflüsse an. Gegenüber dem „Wochenblick“ bestätigte Wimmer jetzt, dass bereits erste Schritte gesetzt wurden. Vor allem in den städtischen Unternehmen wolle man nun die „Effizienz des Mitteleinsatzes hinterfragen“. Außerdem wäre interessant ob es überhaupt eine „wie auch immer geartete Leitlinie oder Strategie für die Schaltung von Anzeigen in diversen Medien“ gebe.

„Wenn der Gegenwert zum Preis passt, können auch höhere Beträge gerechtfertigt sein. Deshalb müssen wir die Sache genauer anschauen“, so Wimmer. Nach der Sommerpause dürfte es hier erste Antworten geben.

Auch andere Geldflüsse offenlegen

Immer mehr Kritiker und Medienkonsumenten fordern nun alle Geldflüsse der Politik an die Medien offen zu legen. Wie „Wochenblick“-Recherchen ergeben haben, dürften in Summe Millionen an Medien fließen, die der Politik eine gute Berichterstattung bescheren. Beispielsweise inserierte die „Energie AG“ in knapp zwei Jahren im Wert von über 150.000 Euro im ÖVP-eigenen „Volksblatt“. Die ÖVP-Parteizeitung bekam damit mehr Geld, als alle anderen Zeitungen des Landes. (Fortsetzung folgt)

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