Erneut Wirbel um die bereits verbotene Imam-Hatib-Schule in Linz: Wie jetzt aus einer brisanten, dem „Wochenblick“ exklusiv vorliegenden Anfragebeantwortung hervorgeht, erfuhren die Sicherheitsbehörden offenbar erst aus den Medien von der Planung der radikalen Islam-Schule.

Der aus Linz stammende Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer hatte gemeinsam mit weiteren FPÖ-Abgeordneten eine Anfrage an das Innenministerium gestellt.

Mitten in Österreich

Das heikle Thema: Die mutmaßlich illegal betriebenen Imam-Hatip-Schulen. Dort sollte offenbar radikal-islamisches Gedankengut gepredigt werden – mitten in Österreich!

Türkisches Ministerium involviert

Betrieben wurden die Schulen in Linz und Wien. Besonders pikant: Die Schulen werden vom türkischen Bildungsministerium unterstützt.

„Die Existenz der Imam-Hatip-Schulen in Linz und in Wien wurde aus der Medienberichterstattung bekannt“, antwortete nun das Innenministerium auf die Anfrage von Neubauer.

Verliert Innenministerium Kontrolle?

Insider bewerten das als Bekenntnis zum Kontrollverlust. „Offenbar weiß das Innenministerium generell relativ wenig über die Agitation radikaler Muslime in Österreich“, betont ein schockierter Islam-Kenner gegenüber „Wochenblick“. Die Planungen der Muslime waren mutmaßlich bereits in vollem Gange.

Linzer Imam-Schule: OÖVP sieht SPÖ in der Pflicht

Die Anfragebeantwortung liegt dem „Wochenblick“ bereits exklusiv vor. Sie soll am kommenden Mittwoch auf der Parlamentsseite der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Extremismus-Verdacht!

Die pikante Vorgeschichte: Der Verein „Austria Linz Islamischen Föderation“ (ALIF) wollte heuer in der Linzer Lunzerstraße eine Imamschule einrichten. Schon im Mai regte sich herber Widerstand: Nicht zuletzt, weil der Verein stark mit der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG)“ vernetzt ist.

Diese gilt als extremistisch und wird etwa im benachbarten Bayern vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Kritik gab es aber von allen Seiten – u.a. auch vom Ex-Grünen-Bundesrat Efgani Dönmez.

Bau gestoppt

Wie der Linzer Stadtrat Markus Hein Ende September klar machte, wird es die geplante Imam-Schule zumindest legal auf keinen Fall geben. Die oberösterreichische Raumordnung läßt eine Schulnutzung dort nicht zu. („Wochenblick“ berichtete)

Hein ließ das Objekt zwei mal baubehördlich überprüfen. Der islamische Verein gab dabei an, das Gebäude nur für Bürotätigkeiten zu nutzen. Das ist auch rechtlich gedeckt.

In welchem Ausmaß das Gebäude jedoch bereits für islamistische Agitation genutzt werden konnte, ist noch unbekannt.