Die unmittelbar danach eingeleitete Fahndung nach den Tätern verlief negativ.

Zwei Asylwerber aus Linz, ein 16-jähriger Mazedonier und ein 17-jähriger Georgier, welche bereits wegen gemeinsamen Raubes einschlägig vorbestraft sind, wurden nun von der Polizei wegen Raub, Körperverletzung und Betrug festgenommen.

Die beiden Asylwerber trafen am 25. August 2018 um 21:55 Uhr am Linzer Hauptbahnhof auf einen 20-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land, lockten diesen in die Wiener Straße, wo sie ihm anstelle von vorgegebenem Marihuana lediglich ein Klemmsäckchen Wiesengras zum Preis von 20 Euro verkauften.

Raub und Körperverletzung wegen fünf Euro

Da der 20-Jährige noch einen Fünf Euro-Geldschein in der Hand hielt, nötigten sie ihn diesen mit Gewalt durch Würgen und Fußtritte ab und flüchteten. Das Opfer wurde dadurch im Nacken- und Rückenbereich leicht verletzt.

Aufgrund einer zuvor von Polizeibeamten im Bahnhofsbereich unabhängig während der Suchtgiftstreife geführten Amtshandlung konnten über einen Abnehmer die Vornamen der Täter ermittelt und diese somit ausgeforscht werden.

Verkauften Wiesengras statt Marihuana

Aufgrund einer von der Staatsanwaltschaft Linz ersteilten Festnahmeanordnung wurden die beiden Verdächtigen festgenommen.

Im Zuge der Ermittlungen konnten weitere zehn Betrugshandlungen im Zeitraum von Dezember 2017 bis August 2018 nachgewiesen werden, wobei die beiden Asylwerber jeweils entweder Wiesengras anstelle von Marihuana verkauften oder das Geld entgegennahmen und kein Suchtmittel an den vereinbarten Übergabeort lieferten. Die beiden werden in die Justizanstalt Linz überstellt.