Am vergangenen Wochenende lud der Erdogan-nahe Verein „ATIB“ zu einer ausgiebigen Grillparty am Linzer Urfahranermarktgelände („Wochenblick“ berichtete). Jetzt folgen kritische Stimmen aus der hiesigen Politik. So meint ein Linzer Gemeinderat: Diese Veranstaltung sei ein falsches Signal an alle Integrationswilligen!

Der Fraktionsobmann der Linzer FPÖ Günther Kleinhanns übt scharfe Kritik an dem Fest, das über einen Zeitraum von drei Tagen auf dem „Urfix“-Gelände abgehalten wurde.

„Falsches Signal“

Vor allem die Nähe zum autoritären Regime von Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP stößt dem Fraktionsobmann sauer auf.

„Ich bin sehr überrascht, dass die Stadt Linz dem Verein ATIB, praktisch mitten im Zentrum unser Stadt, eine Bühne ermöglichte, damit dieser ungehindert unter dem Mantel eines Kulturfestes seine politische Botschaften öffentlich verbreiten kann“, zeigt sich Kleinhanns verwundert.

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40 Imame ausgewiesen

„Wie wir wissen, handelt sich bei diesem Verein um eine Auslandsfiliale von Erdogans Partei AKP. Darum hat unsere Bundesregierung etwa 40 Imame des ATIB-Vereins wegen Verstößen gegen das geltenden Islamgesetz aus dem Land ausgewiesen.“ Kleinhanns erinnert an aufgedeckte, mutmaßliche Beziehungen zwischen ATIB und der SPÖ Linz.

„Wir werden in diesem Fall eine volle Aufklärung fordern. Die Vereine, die bewusst gegen Integration und das Zusammenleben in Österreich auftreten, gehören verboten und dürfen nicht länger mit Steuergeldern gefördert werden“, so blaue Fraktionsobmann