Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) will couragierte Linzer Bürger für Nachbarschaftshilfe motivieren.

„Das Coronavirus stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Wir müssen uns dabei gerade um unsere betagteren Mitmenschen kümmern. Jetzt ist Zusammenarbeit nach dem Motto ‚Gemeinsam statt einsam‘ gefragt“, so Michael Raml. Erste Hilfsinitiativen für Linz haben sich in den sozialen Netzwerken bereits zusammengefunden.

„Alte Menschen, die keine Angehörigen haben“

Unterstützung brauchen vor allem „alte Menschen, die etwa keine Angehörigen haben“, da sie derzeit den „Kontakt der Außenwelt minimieren“ sollen. „Ich rufe daher die Linzerinnen und Linzer auf, ihren Nachbarn Hilfe anzubieten. Es geht vor allem darum, diese mit Dignen des täglichen Bedarfs zu versorgen“. Raml bittet in einer Aussendung die Wohnungsgenossenschaften, ihre Hausbesorger anzuweisen, sich bei der Nachbarschaftshilfe einzubringen.

Großer Aufwand

Am Donnerstag kündigte Raml schon an, dass auch der Ordnungsdienst der Stadt Linz in die Versorgung gefährdeter Personengruppen eingebunden werden soll. Dieser große logistische Aufwand kann aber nicht alleine bewältigt werden. Die Stadt sei nun auf „couragierte Nachbarn“ angewiesen. „Die Bürger kennen ihr persönliches Umfeld und ihre Wohnsiedlungen am allerbesten. In Zeiten wie diesen müssen wir das nutzen. Ich appelliere deshalb nochmal an alle Linzerinnen und Linzer, zusammenzuhalten und sich gegenseitig bestmöglich zu helfen“.