Eine Familie wurde mit einem brutalen Doppelmord zerstört. Eine 85 Jahre alte Frau und ihr 87-jähriger Mann wurden von einem Tunesier umgebracht.

Als Tatmotiv gab der mutmaßliche Täter an, dass das Pensionistenpaar in einem Naheverhältnis zur FPÖ gestanden hätte.

Mediale Schweigespirale

Doch wo sonst seitenlange Berichte über die Opfer und die leidenden Angehörigen die Zeitungen füllen, wird diese Gewalttat diesmal scheinbar tot geschwiegen. Auch die in solchen Fällen typischen Interviews, in denen Nachbarn der Opfer und des Täters über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen sprechen, bleiben diesmal großteils aus. Dabei wurden zwei Menschen derart grausam und unschuldig aus dem Leben gerissen, dass man eigentlich davon ausgehen müsste, dass die sonst so sensationslüsternen Medien sich auf jegliche Neuigkeiten zu dem Fall stürzen würden.

Auch Politiker desinteressiert

Aber sogar, dass Innenminister Sobotka anerkennt, dass es sich um den offiziell ersten Mord mit islamistischen Hintergrund in Österreich handelt, findet nur nebenbei Erwähnung. Und auch in der Bevölkerung bleiben die großen Proteststürme diesmal aus. Statt einem Ruf nach Gerechtigkeit für die Opfer und der Sicherheit, dass so etwas in Zukunft nicht mehr geschieht, scheint dieses Verbrechen unterzugehen und kaum Beachtung zu finden.

Da stellt sich für mich die Frage, ob wir inzwischen wirklich so abgestumpft sind, dass uns all dies nicht mehr berührt? Es scheint als wäre die stets spürbare Angst vor Terror und Gewalt in unseren Wohnzimmern eingezogen und zum traurigen Alltag geworden. Für die Familie des Ehepaares aus Linz ist diese jedoch plötzlich schreckliche Realität.

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