linz ausländeranteil

In Kürze dürfte in Linz die 210.000-Einwohner-Marke erreicht sein. Während der SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger von einem „richtigen Weg der Stadtentwicklung“ spricht, warnt der  FPÖ-Gemeinderat Peter Stumptner vor einer Ghettoisierung „ganzer Straßenzüge“! Denn bei den Zuzüglern, die wesentlich für das Bevölkerungswachstum sorgen, handele es sich vor allem um Nicht-Österreicher. Auch die ÖVP zeigt sich nun skeptisch.

Der massiv zunehmende Zuzug von Ausländern stelle die oberösterreichische Landeshauptstadt vor massive Probleme, erklärt Stumptner. „Was auf der einen Seite erfreulich ist, stellt Linz auf der anderen Seite vor große Herausforderungen, wie etwa im Bereich der Infrastruktur, Kinderbetreuung oder bei der Integration. Wenn man sich das Bevölkerungswachstum der letzten zehn Jahre genauer ansieht fällt auf, dass dieses Wachstum ausschließlich durch den Zuzug von Bürgern aus dem Ausland zurückzuführen ist“, betont Stumptner.

Zahl der Ausländer um 77 Prozent gestiegen

Die Zahl der österreichischen Einheimische würde hingegen spürbar schrumpfen. Während 2007 in Linz noch 164.103 Österreicher lebten, waren es 2017 159.253. Die Zahl der Ausländer steigt dagegen deutlich: 2007 lebten 25.240 ausländische Staatsbürger in der Stadt, im vergangenen Jahr bereits 44.704. Damit ist die Zahl der Ausländer in Linz innerhalb von zehn Jahren um 77 Prozent angestiegen! „Tendenz weiter steigend“, unterstreicht Gemeinderat Stumptner.

Österreicher würden mittlerweile in einzelnen Straßenzügen eine Minderheit darstellen und „weiter verdrängt werden“. „Anstatt weiter wahllos ausländische Staatsbürger durch Sozialleistungen, wie den Aktivpass anzulocken, sollte vermehrt auf den Zuzug von Österreichern gesetzt werden“, fordert Stumptner. Auch bei der „Willkommensbroschüre“ sowie der Förderung fragwürdiger und extremistischer Migrantenvereine müsse umgedacht werden.

klaus luger linz
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger zeigte sich vor allem über die Zunahme der Geburten erfreut.

SPÖ-Luger erfreut

Erforderlich sei auch „die Streichung sämtlicher durch die Stadt finanzierte Fördermaßnahmen oder Beratungen in der jeweiligen Muttersprache“. Zuletzt hatten unter anderem mehrsprachige Service-Leistungen für Migranten für reichlich Empörung in Linz gesorgt („Wochenblick“ berichtete). Bei Sozialleistungen müssten zudem Österreicher und EU-Bürger eindeutig Vorrang haben.

Der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger begrüßt hingegen offenbar die Gesamtentwicklung bei der Bevölkerungszunahme. „Die Zunahme der Linzer Bevölkerung bis zum Jahr 2027 um fast neun Prozent bestätigt den richtigen Weg der Stadtentwicklung zu einer attraktiven Industrie- und Kulturstadt mit hochwertigen Wohnungsangeboten und einer bestens ausgebauten Infrastruktur. Besonders erfreulich ist die steigende Zahl der Kinder und Jugendlichen sowie die weiterhin positive Geburtenbilanz“, betonte Luger bereits 2017.

martin hajart
Martin Hajart forderte von Rot-Blau ein „aktualisiertes Integrationskonzept“.

ÖVP-Klubobmann skeptisch

Der Linzer ÖVP-Klubobmann Martin Hajart zeigte sich damals hingegen skeptisch „Wie hoch der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund derzeit in Linz ist, wird aber verschwiegen. Da liegen wir gemessen an der Gesamtbevölkerung nämlich schon bei rund einem Drittel“, kritisierte er Luger. Er forderte ein „aktualisiertes Integrationskonzept“. „Dieses ist längst überfällig“, erklärte Hajart.