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Stimmungsschwankungen gehören zum Leben der Menschen. Das war so, das ist so und das wird immer so sein. Mal ist man gut drauf, mal weniger und manchmal sogar schlecht. Doch so etwas ging bei meiner Generation meist problemlos vorüber.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Zweifelhafte Ursache

Wenn heute bei jüngeren Menschen schlechte Laune angesagt ist, kann das allem Anschein nach lebensgefährlich sein, wie der Fall des mutmaßlichen Wiener Mädchenmörders mit tschetschenischem Migrationshintergrund zeigt („Wochenblick“ berichtete). Auch so mancher terroristischer Anschlag ist schon der schlechten Laune des Täters entsprungen, wie wir in der Vergangenheit von den Mainstream-Medien erfahren durften. Stimmungen werden heute offenbar rücksichtslos ausgelebt.

Was aber hat meine Generation gemacht, wenn sie einmal schlecht gewickelt war? Haben wir x-beliebige Menschen umgebracht, um unseren Frust abzureagieren? Sicher nicht: Wir haben uns höchstens eine Zeit lang schmollend ins Eck gesetzt und dann laut Krach geschlagen.

Auch anders auslebbar

Allerdings auch nicht auf der Straße, sondern in Party-Kellern von Freunden. Dort haben wir uns „Satisfaction“ von den „Rolling Stones“ in Überlautstärke via Schallplatte „reingezogen“ oder „My Generation“ von „The Who“ oder auch „You Really Got Me“ von den „Kinks“ und alles war wieder gut.

Niemand wurde getötet, niemand wurde verletzt, allenfalls Nachbarn haben sich beschwert – über den unverschämten Lärm!