Unter Politikern scheint das Austesten von Grenzen des Sagbaren zur derzeit liebsten Sportart aufzusteigen. Dass der Lockdown in Deutschland aller Voraussicht nach zunächst bis zum 31. Januar verlängert werden wird, wundert vermutlich kaum noch jemanden: Zu erwartbar war, dass die Regierenden an ihren totalitären Allmachtsfantasien noch so lange wie möglich festhalten werden. Doch einigen besonders dreisten Stimmen ist das offensichtlich noch lange nicht genug.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

So scheint die regelmäßige Ankündigung von Lockdown-Verlängerungen der Obrigkeit allmählich zu mühsam zu werden: Es wird bereits der erste ungenierte Ruf nach einer Entfristung des Lockdowns laut. Natürlich – wozu noch Ablaufdaten verkünden, wenn sie ohnehin nicht eingehalten werden? Wozu noch Rechtfertigungen fürs Volk formulieren? Das hat in der deutschen Demokratur doch ohnehin nichts zu melden.

Deutsche in Ketten – egal wie

Es ist für Kenner der deutschen Politik-Landschaft wahrlich unschwer zu erraten, dass die Forderung nach dem Dauer-Lockdown abermals vom SPD-„Gesundheitsexperten“ Karl Lauterbach gestellt wurde. Zur Erinnerung: Das ist der, der es zugunsten des Klimas für unbedingt notwendig hält, strenge autoritäre Maßnahmen auch nach der Corona-Krise beizubehalten. Denn: Der unmündige Bürger nimmt die drängenden Probleme der Welt einfach zu wenig ernst. Der gute und fähige Staat muss eingreifen – zur Rettung aller! So zumindest die Erzählung.

Lauterbach stellt auf fast komische Weise vehement dieselbe Forderung: Die konsequente, dauerhafte Einschränkung der Freiheit der Deutschen. Zunächst musste dafür das „einfache“ Corona-Virus als Begründung herhalten. Jetzt beruft er sich auf die angeblich noch deutlich ansteckendere Mutation des Virus. Und wenn ihm früher oder später die Mutationen ausgehen, dann muss der Klimawandel herhalten, um die Deutschen in Ketten zu halten. 

Maximaler Bewegungsradius: 15 Kilometer

A propos: Fußfesseln anlegen möchte so manch ein Politiker dem deutschen Bürger wohl am liebsten wortwörtlich. Der linke Ministerpräsident Bodo Ramelow liebäugelt aktuell mit einer Einschränkung des Bewegungsradius der Thüringer: Nach dem Vorbild von Sachsen sollen die Menschen sich nur noch in einem Radius von 15 Kilometern im Umkreis des Wohnortes bewegen dürfen.

Damit möchte Ramelow auch gegen den Ansturm auf die Wintersportgebiete im Thüringer Wald vorgehen. Denn: Dass Menschen sich gerade in diesen schweren Zeiten zur Erholung in die Natur zurückziehen möchten? Das ist für ihn offensichtlich undenkbar. So manches Mainstream-Medium illustriert diesen Vorstoß sogar schon als potenzielles Vorbild für ganz Deutschland.

#WirMachenAuf – Der Widerstand wächst

Man könnte meinen, die Bürger sollten immer mehr mürbe gemacht werden: Freiheitsentzug auf unbestimmte Zeit, Bewegungseinschränkungen, als wäre man ein Schwerverbrecher, und das alles auf Basis von Zahlen irgendwie auf ein Virus positiv getesteter Menschen, die zu einem großen Teil völlig ohne Krankheitsanzeichen sind – und obendrein höchstwahrscheinlich nicht einmal als Überträger fungieren können, wie längst eine Studie mit fast zehn Millionen Versuchspersonen zeigte.

Doch die Rechnung der Regierenden scheint nicht aufzugehen. Widerstand regt sich im Volk – gegen Ausgangssperren, gegen die Schließung des Einzelhandels, gegen die mutwillige Zerstörung von Existenzen. Unter dem Hashtag #WirMachenAuf sammeln sich aktuell Gewerbetreibende, die ihre Läden trotz Lockdown-Verlängerung am 11. Januar wieder öffnen wollen. Und das Echo ist gewaltig: Sätze wie „Ihr macht auf, wir kommen und kaufen!“ liest man überall in den sozialen Medien. In den zugehörigen Telegram-Gruppen tummeln sich längst zehntausende „Aufmacher“ und Unterstützer.

Die Geduld des als so obrigkeitshörig geltenden deutschen Volks scheint allmählich erschöpft zu sein: Allzu deutlich ist mittlerweile, dass Corona nicht mehr als ein Mittel zum Zweck ist. Sich zu erheben wird für viele in Anbetracht des offen zur Schau gestellten Wahnsinns zur Pflicht!