Überall weltweit dasselbe Bild: Radikale Islamisten dulden keinen Widerspruch, zielen mitunter auf globale Dominanz ihrer Islam-Auslegung aus und wollen alles beseitigen, was sich dem Ziel entgegen stellt.

Der Schock über die unfassbare Tat in einem Pariser Vorort sitzt auch Tage danach vielen Europäern noch in den Knochen. Dort wurde ein Lehrer brutal enthauptet – sein „Todesurteil“ war, dass er seinen Schülern Karikaturen des Propheten Mohammed zeigte. Zahlreiche radikalisierte Muslime feiern die abscheuliche Tat hingegen ab – auch im deutschsprachigen Raum.

Es ist eine Sammlung des Grauens, über die der Berliner Tagesspiegel berichtet. Nicht nur kritische Geister und Patrioten machen sich die zensurfreien Vorzüge des Messenger-Dienstes Telegram zu eigen, leider finden sich auch islamistische Gruppen dort. Und dort lassen junge Islamisten alle Masken fallen. Ein Nutzer, der in Deutschland wohnt, schrieb über den tschetschenischen Attentäter: „Darf ich vorstellen: Der Löwe aus Frankreich.“

Attentäter zum Märtyrer Allahs verklärt

Aber auch andere lassen ihrer Freude über die Hinrichtung des Lehrers freien Lauf. Ein weiterer Muslim schrieb, dass die Ehre des Propheten Mohammed „das eifersüchtige Herz“ des Täters bewegt habe. Allah solle ihn zu seinen Märtyrern zählen: „Du bist wahrlich zu beneiden für deine Tatkräftigkeit“. Verwendet wurde dabei das arabische Wort für religiöse Märtyrer, „Shuhada“.

Islamismus als tödliche Bedrohung

Das Milieu ist nicht erst seit gestern gefährlich. Alleine in Frankreich starben seit 2015 etwa 300 Menschen durch islamistische Terroranschläge. Unvergessen ist auch der grausame Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, der zwölf Menschen in den Tod riss und 67 weitere schwer verletzte.

Der Kampf gegen satirische Mohammed-Bilder ist ebenfalls längst ein blutiger – dies wurde bereits vor fünf Jahren mit dem tödlichen Anschlag auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion traurige Gewissheit.

Opferrolle als fruchtbarer Nährboden für Extremismus

Besonders gefährlich an dieser Entwicklung ist dabei das oft junge Einstiegsalter in den politischen Islam. Nicht nur Kritiker, sondern auch Psychologen weisen bereits seit Jahren auf die niedrige Radikalisierungsschwelle hin. Vielen muslimische Jugendlichen haben die falsche Hoffnung, durch Hinwendung zu extremistischer Gewalt aus einer Opferrolle auszubrechen, denen ihnen auch der linksliberale Mainstream allzu gerne zuschreibt.