Die Londoner Polizei ist sehr multikulturell - ein Umstand, der ihr nun auf den Kopf zu fallen droht.

In Sadiq Khans Multikulti-London könnte es für die Polizei bald politisch korrekte Sprachregeln geben – zumindest wenn es nach den islamischen Polizisten geht.

Der muslimische Polizeiverband will, dass „Islamistischer Terror“ oder „Dschihadi“ durch „glaubens-bedingter Terrorismus“ oder „Anhänger der Ideologie von Osama bin Laden“ ersetzt wird. Die bisherigen Begriffe beleidigen angeblich Muslime.

Kultur muss sich ändern

Angesprochen wurde das Thema auf einer Online-Konferenz des Nationalen Verbandes der Muslimischen Polizei, der 3.000 Mitglieder umfasst. Die Konferenz wurde von Neil Baus, stv. Kommissar für Terrorismusbekämpfung, eröffnet.

Der Verband beklagte, die bisher verwendeten Begriffe führen zu negativer Wahrnehmung, Stereotypen, Diskriminierung und einer Angststörung bezüglich Islam (Islamophobie).

Es müsse daher eine „Änderung der Kultur“ geben – durch die Abkehr von Begriffen, die direkt mit dem Islam und dem Dschihad verbunden sind. Denn diese würden weder den Zusammenhalt in den Stadtvierteln noch das öffentliche Vertrauen fördern.

Begriffs-Dschihad

So wurde vorgeschlagen, statt „Dschihadi“, was für Krieger im Zusammenhang mit dem Glauben steht – besser „Irhabi“ zu verwenden. Dieser Begriff beschreibe im Mittleren Osten Menschen mit extremistischen Ansichten.

In arabischen Wörterbüchern findet man dafür allerdings auch „Terrorist“. Aus Polizeikreisen hieß es gegenüber Medien, es sei nicht sicher, ob es zu einer Änderung der kritisierten Begriffe komme.

Höchststand bei Verbrechen

Seit der Londoner Bürgermeister mit muslimischen Wurzeln, Sadiq Khan, 2016 sein Amt antrat, erreichte die Verbrechensrate in der Hauptstadt ein Rekordhoch, die Aufklärungsrate ein Rekordtief – Wochenblick berichtete. Das Budget der Polizei wurde – unter Berufung auf Corona – drastisch gekürzt.

Die Polizei ist unterbesetzt und überfordert. Ein Londoner Politiker forderte erst kürzlich ein Ende der politisch korrekten Polizeiarbeit und weniger Verfolgung gegen Personen, die eine „falsche Meinung“ haben.