Drei im Norden Londons wohnhafte Männer wurden zu Jahresbeginn schuldig gesprochen, eine 16-jährige Schülerin entführt, mit einer Machete bedroht, ausgeraubt und mehrfach vergewaltigt zu haben. Über das Strafmaß wurde nicht berichtet. Wenige Tage später fielen Mitgefangene über einen der Täter her.

Hilal M., 22, Abdisalam M., 21, und Roberto F., 22, wurden im Februar der gemeinsamen Vergewaltigung eines Schulmädchens für schuldig befunden.  Ihr Opfer befand sich am Weg von London nach Bristol, als sie überfallen und entführt wurde. Dabei hielt ihr einer der Täter eine Machete an den Hals und bedrohte sie mit dem Umbringen.

Verurteilung fast vier Jahre nach der Tat

Die Verbrecher sperrten die Schülerin in einer Wohnung in Enfield ein und zwangen sie reihum zu Oralsex, bis ihr die Flucht gelang. Brisant: Die Tat trug sich bereits im Jahr 2016 zu, doch erst jetzt wurden die Täter verurteilt. Ein Polizeisprecher hob die besondere Stärke der Familie des Opfers hervor, sich über so lange Zeit für Gerechtigkeit einzusetzen und den Tätern auch noch vor Gericht gegenüberzutreten. Die Höhe der Strafe wurde im Februar verkündet, aber nicht in den Medien publiziert.

Täter von Mitgefangenen misshandelt

Einer der Täter erlangte einige Tage nach seiner Verurteilung unfreiwillig weitere Bekanntheit. Mitgefangene drückten ihn mit dem Gesicht in eine schmutzige Kloschüssel und filmten den Vorgang. Abdisalam M. beklagte sich dabei, dass man seine Rechte verletzen würde. „You are violating me now.“ Obwohl Gefangene auch in Großbritannien keine Mobiltelefone haben dürfen, gelangte die Aufnahme über ein illegales Handy an die Öffentlichkeit.