Für europäische Verhältnisse sehr befremdlich, zeigen sich im US-Straßenbild immer häufiger schwerbewaffnete schwarze Milizen um Dominanz zu zeigen und Machtansprüche zu stellen. Wochenblick berichtete über einen solchen Marsch am Unabhängigkeitstag der USA in Stone Mountain, Georgia. Bei einer weiteren Machtdemonstration der Gruppe in Louisville schoss einer der „Demonstranten“ auf seine Kollegen.

Die Häme in sozialen Medien kann böser nicht ausfallen. Die schwerbewaffnete paramilitärische Gruppe nennt sich NFAC (Not Fucking Around Coalition) – nach dem Vorfall in Louisville schlugen Internetuser aber auch „Need Fire Arm Classes“ (brauchen Ausbildungslehrgänge an der Waffe) vor. Es handelt sich um militante Amerikaner mit schwarzafrikanischen Wurzeln, welche Politik und Bevölkerung in den Vereinigten Staaten durch ihre Zahlenstärke und Bewaffnung einschüchtern möchten. Dies ist in den USA durch das verfassungsmäßige Recht, Waffen zur Selbstverteidigung zu tragen, gedeckt.

Anlassfall: ein tödlicher Schusswechsel mit der Polizei

Die Miliz marschierte in Louisville, weil sie mit den Ermittlungen im Fall Breonna Taylor unzufrieden ist. Die schwarze Medizintechnikerin wurde im Zuge eines Polizeieinsatzes in ihrer Wohnung erschossen. Als Polizisten einen Durchsuchungsbefehl ausführten, schoss der Freund Taylors auf die Beamten, weil er sie angeblich nicht als Polizisten erkannte. Ein Polizist wurde dabei durch Schüsse verletzt. Die Exekutivbeamten erwiderten das Feuer, dabei wurde Taylor tödlich verwundet.

Teilnehmer feuerte auf Kollegen

Bei der so genannten Demonstration der NFAC am vergangenen Samstag feuerte einer der Teilnehmer mit seiner automatischen Waffe in die Menge seiner Kollegen. Drei Personen wurden getroffen und mit Schussverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Sprecher der NFAC äußerte gegenüber den Medien, dass es wohl einen „kleinen Unfall“ gegeben habe. Das könne eben passieren. Angeblich handelte es sich um einen Unfall – also unsachgemäße Handhabung der Waffe.

Anführer will Gebiet in USA oder Afrika erobern

Die NFAC wird von einem Warlord namens Grandmaster Jay (John Fitzgerald Johnson) angeführt. Gegenüber US-Medien äußerte dieser die Ansicht, „an Gewalt zu glauben“. Laut der Orinoco Tribune sieht die Gruppe die Anwendung von Gewalt und das Töten Andersdenkender als legitimes politisches Mittel an. Ihr Ziel ist die Errichtung einer „schwarzen Nation“, unabhängig von den Vereinigten Staaten von Amerika. Als alternative Möglichkeit sieht Grandmaster Jay einen „Exodus“ der amerikanischen Schwarzen nach Afrika, wo man eine eigene Nation mit Sitz in den Vereinten Nationen gründen wolle. Welches Landgebiet man dazu kaufen oder erobern wolle, sagte Jay nicht.

Sogar BLM distanziert sich

Inzwischen distanziert sich laut FOX News sogar die in den USA auch als terroristisch und antisemitisch kritisierte „BLM“ Bewegung von der NFAC. Diese wären Agitatoren außerhalb der BLM-Bewegung.