Am Samstagnachmittag wurde in Lyon ein orthodoxer Priester vor seiner Kirche lebensgefährlich verletzt. Der 52-jährige Nicolas Jacquet war gerade dabei gewesen, die Kirche zu schließen, als mit einer abgesägten Schrotflinte mehrfach auf ihn geschossen wurde. Die Schüsse trafen ihn in den Unterleib. Sein Zustand soll weiterhin kritisch sein.

Mittlerweile hat die französische Polizei einen Mann festgenommen, der den Beschreibungen von Augenzeugen entsprechen soll. Die Schusswaffe habe er allerdings nicht bei sich getragen. Nähere Informationen zum Verdächtigen sind bisher nicht bekannt. Französische Medien schrieben lediglich, der Mann sei in einem Döner-Imbiss im 3. Arrondissement verhaftet worden. 

Die Motive des Angriffs werden noch ermittelt. Einem anderen Priester der französischsprachigen orthodoxen Kirche in Lyon zufolge soll es in der Kirche persönliche Feindschaften untereinander gegeben haben. Nach dem islamistischen Terror-Anschlag in Nizza ist ein terroristischer Hintergrund allerdings durchaus naheliegend.