Drogen, Körperverletzungen, Diebstähle, Einbrüche, Sachbeschädigungen, Betrug und mehr. Die Bilanz des großen Techno-Events am Salzburg-
ring liest sich erschreckend. Dabei wollten rund 180.000 Besucher einfach nur Party machen.

Die wohl schlimmste Straftat am Gelände war das Verbrechen gegen Körper und Seele eines 15-jährigen Mädchens. Die Besucherin soll von einem etwa 30-jährigen Mann unbekannter Herkunft in ein Zelt gelockt und dort vergewaltigt worden sein. Das geschockte Opfer wurde Vorort vom Roten Kreuz versorgt und ins Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert. Wie viele Verbrechen bei einem Techno-Event dieser Größe als „normal“ gilt und ab wann man dann von einem wirklichen Verbrechens-Exzess sprechen darf, ist hier die große Frage.

Grauenhafte Drogen-Exzesse am Festivalgelände

65 Anzeigen gegen das Suchtmittelgesetz wurden aufgenommen – darunter der Besitz von Cannabis, Speed, Kokain, XTC, MDMA, LSD und mehr.  Hinzu kamen 64 Straftaten wie Diebstähle, Einbrüche, Sachbeschädigungen und eine Betrugsanzeige gegen einen Security-Mitarbeiter. In zwölf Fällen kam es zu einer Körperverletzung, in einem Fall zu einer fahrlässigen. Hochgerechnet auf die Besucherzahl kann man natürlich verharmlosend sagen, dass nicht viel passiert wäre. Doch für jedes Opfer ist nur eine einzige Straftat bereits eine zu viel. Zudem wurde am Gelände ein riesiger Müllberg hinterlassen.