In Wien leben mehr als 45.000 Oberösterreicher. Darunter auch die 24-jährige Simone Greindl aus Ried im Traunkreis, die dort unter dem Künstlernamen Mona Wonderland an einer Karriere als Pop-Sängerin arbeitet. Mit Gelegenheitsjobs in der Branche finanziert sie sich derzeit ihren Unterhalt.

Ein Porträt von Kurt Guggenbichler

Sängerin, sondern ein sogenannter „Singer/Songwriter“, weil sie auch Texte schreibe, erzählt sie beim Gespräch mit mir im Schanigarten des Welser Stadtcafés Hoffmann. Erlernt habe sie einmal den Beruf der Friseurin und gern gesungen hätte sie schon seit ihrer Kindheit. Bei einem Gesangswettbewerb anlässlich der Maxi-Markt-Eröffnung in Wels hätte sie sich schon im Alter von zehn Jahren den ersten Platz ersungen. Von da an hatte sie Blut geleckt. Ab dem zwölften Lebensjahr war sie bereits Ensemblemitglied einer Pop-Rock-Band, in der sie drei Jahre gesungen hat. Dann musste sie einen ordentlichen Beruf erlernen, hat aber nebenbei oft und gern Karaoke gesungen. Von da an hatte die junge Frau ein ganz klares Ziel vor Augen. Es zu realisieren werde nicht leicht, das wisse sie, doch da sie sich selbst als durchsetzungsstark bezeichnet, hat sie auch keinen Zweifel daran, dass es ihr gelingen wird. In einem kleinen Studio in Wels singe sie derzeit gerade einen Rap-Song für eine CD ein. „Rap“ und „Hiphop“ seien gerade wieder stark im Kommen, erläutert sie.

TV-Komparsin

Die Besprechung für die Studioaufnahme sei auch der Grund für ihren Besuch in der Heimatregion. Ein eigenes Lied mit dem Titel „Gleichgewicht“ hat sie bereits fertig geschrieben. Dabei handelt es sich allerdings um eine Ballade, eine Art von Musik,  die sie aber weniger gern singt, wie sie eingesteht. „Nächste Woche fliege ich nach London, wo ich an einem Wettbewerb teilnehme“, freut sie sich bei unserer Plauderei. Mehr dürfe sie laut Teilnahmevertrag aber  nicht verraten. In Wien wohnt Simone mit Freunden in einer Wohngemeinschaft in Floridsdorf, von wo aus sie alle Angebote, die ihrer Karriere förderlich sein könnten, wahrnimmt, aber auch zu ihren Gelegenheitsjobs ausrückt. „Ich mache alles, was Spaß macht und Geld bringt“, versichert das aschblonde Mädel mit den grünen Augen, das auf Fotos gut rüberkommt. Deshalb bucht man sie schon einmal, um beispielsweise der fahrende Aufputz für einen Motorradtest zu sein. Auch als Statistin in diversen TV-Produktionen hätte sie schon mitgewirkt. Für Simone scheint das Leben locker und leicht zu sein und den Genüssen des Lebens ist sie nicht abgeneigt. „Ich esse sehr gern“, gibt sie zu, „bin ein Allesfresser“, aber mit veganer Ernährung könne man sie jagen. Um ihre Figur zu halten, geht das 1,65 Meter große Mädel auch zum Fitnesstraining und eventuellen Ärger oder Groll frisst es nicht in sich hinein. Wenn ihr etwas nicht passt, erfährt es sein Gegenüber. „Ich sage immer, was ich denke“, sagt Simone, „ist aber nicht immer  gescheit“.