Für einen unfassbaren Antisemitismus-Skandal sorgte das deutsche Nachrichtenmagazin „Panorama“, das mit einem so genannten Rechtsextremismus-Experten vom „Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes“ (DÖW) aufwartete.

In der Sendung wurde behauptet, dass der österreichische Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) Juden nicht so gerne möge. Der internationale Medienaufschrei über diese Ungeheuerlichkeit blieb jedoch aus.

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Wüste Vorwürfe gegen Innenminister Kickl (FPÖ)

In der ARD-Sendung bezeichnete der Österreicher Andreas Peham, der auch unter dem skurrilen Namen Dr. Heribert Schiedel auftrat, Innenminister Herbert Kickl sinngemäß als „rechtsextrem“. Die Sendung handelte dabei eigentlich vom hochdekorierten deutschen Spitzenbeamten Klaus-Dieter Fritsche, der Österreichs Innenminister in Geheimdienstsachen berät.

Im Laufe der Sendung wird versucht sowohl das FPÖ-Regierungsmitglied als auch Fritsche, der mehr als 20 Jahre Erfahrung im Geheimdienstwesen der Bundesrepublik aufweist, mit dem Rechtsextremismus in Verbindung zu bringen. Beide wurden dabei unter anderem stark wertend als „Rechtsabbieger“ bezeichnet, Fritsche gar als „graue Eminenz“ des Innenministeriums dargestellt.

Für den Österreich-Teil wurde Andreas Peham vom DÖW als so genannter Experte vorgestellt. Dieser erklärte mit einem Kaputzenpulli bekleidet, Kickl sei „Propagandachef“ der FPÖ und damit für deren „rechtsradikalen Kern“ verantwortlich. Von derart zweifelhaftem Expertenwissen befeuert wird der Leiter des Innenressorts im Laufe der Sendung gar als Antisemit dargestellt.

Schwere Antisemitismus-Vorwürfe

Als Beweis dient dem deutschen Nachrichtenmagazin ein Ausschnitt einer Rede, in der er sich kritisch über den verurteilten israelischen SPÖ-Wahlkampfmanager Tal Silberstein äußert. Die Bezeichnung „Jude“ fällt in der Rede in keinem Wort, nichtsdestotrotz fühlt sich das Nachrichtenmagazin dazu veranlasst, festzuhalten, dass Kickl Juden nicht so gerne möge.

Das Magazin wird zumeist von Skandal-Journalistin Anja Reschke (46) moderiert, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Aufgabe sieht, die Menschen zu „mündigen Bürgern“ zu erziehen. Das DÖW, das gerne von links-liberalen deutschen Nachrichtensendern als „wissenschaftlich“ und „unabhängig“ dargestellt wird, stand zuletzt immer wieder im Mittelpunkt kritischer Berichterstattung.

Jüngst trat das DÖW negativ in Erscheinung, als das freie, patriotische Medium Info-DIREKT unter anderem als antisemitisch bezeichnet wurde, was Verantwortliche des Magazins dementierten. Außerdem stellten Medienberichte die Wissenschaftlichkeit des DÖW in Frage.