In Oberösterreich wird heuer das Angebot der Ausbildungsplätze im Bereich der Altenpflege verdoppelt. Klubobmann Herwig Mahr (FPÖ) findet dies „weitgehend begrüßenswert“. Der „Wochenblick“ berichtete in der Vergangenheit schon über das Thema Altenpflege in Oberösterreich (hier und hier).

Mithilfe von 1,6 Millionen Euro sollen heuer 1.080 Ausbildungsplätze in 36 unterschiedlichen Lehrgängen laut Sozialabteilung geschaffen werden.

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Zusätzliche Anreize müssen geschaffen werden

Der freiheitliche Klubobmann fordert nun, dass vor allem berufsbegleitende Varianten und Umschulungen forciert werden: „Die Maßnahmen sind notwendig, um die Betreuung auch in Zukunft abzusichern. Es müssen aber zusätzlich ausreichen Anreize geschaffen werden, damit die Nachfrage ebenso steigt. Allein die Ausbildungsplätze zu erhöhen, reicht nicht. Die Vervielfachung von Ausbildungsplätzen ist kein Allheilmittel.“

Forderung nach Fachkräftestipendium

Notwendig seien insbesondere Anreize finanzieller Natur. Die FPÖ würde sich deshalb seit Jahren, mittlerweile erfolgreich, für die Einführung eines Fachkräftestipendiums im Pflegebereich einsetzen. Mahr meint, dass das Stipendium ein „wichtiger Faktor für mehr Pflegekräfte sei“ und man Interessierten helfen würde, „finanzielle Hürden leichter zu überwinden.“ Der Einkommensentfall insbesondere bei Umschulungen würde dabei erheblich abgedämpft werden.

Die Zahl der Ausbildungsabbrecher wäre laut Mahr problematisch. Um diese so gering wie möglich zu halten, fordert er eine genaue Evaluierung der unterschiedlichen Beweggründe, um dementsprechend attraktive Gegenmaßnahmen setzen zu können.