Am Dienstag wurde ein 34-jähriger italienischer Gendarm von einem jemenitischen Einwanderer hinterrücks attackiert. Während er „Allahu akbar“ (= mein Gott ist größer) rief, stach er mit einer Schere blindwütig auf Nacken und Hals des Militärpolizisten ein. Ein Senegalese kam zu Hilfe und wurde wahrscheinlich zum Lebensretter. Das Opfer wurde zum Glück nicht lebensgefährlich verletzt.

Vor dem Mailänder Hauptbahnhof ging der 23-jährige Jemenit namens Fathe M. gegen 10.45 Uhr hinterrücks auf den Gendarmen los. Als Motiv gab er später an, dass ihm Stimmen in seinem Kopf dazu geraten hätten, „möglichst schnell ins Paradies zu kommen“. Er wäre vom Leben in Europa frustriert gewesen. Russische Touristen filmten den Angriff und stellten ihn online. Die „Allahu akbar“-Rufe sind in dem Video deutlich zu hören.

Senegalese als Lebensretter

Der Carabinieri verdankt sein Leben möglicherweise dem beherzten Eingreifen eines anderen Migranten. Samba, ein 52-jähriger senegalesischer Gelegenheitsarbeiter schlug den Angreifer hart und zerrte ihn von seinem Opfer weg. Der Schwarzafrikaner erzählte später den Medien, dass er es als Pflicht angesehen hätte, einzugreifen. Er habe auch befürchtet, dass der Mann noch weitere Menschen attackiert. Er hoffe nun, einen Job angeboten zu bekommen – er hätte schon in vielen Berufen gearbeitet, vom Metallarbeiter bis zum Maurer.

Aus Libyen direkt nach Rom geflogen

Der Täter gelangte 2017 mit einem „humanitären Flug“ aus Libyen direkt nach Rom. Von dort aus reiste er nach Deutschland ein, wo er als Intensivkrimineller und Islamist auffällig wurde. Nach seiner Abschiebung am 12. Juli dieses Jahres hielt er sich in Mantua und Mailand auf. Bei der Bluttat stand er nach eigenen Angaben unter dem Einfluss von Marihuana.

Bahnhofsareal gilt als brandgefährlich

Bürger äußerten sich in einem Video-Interview von Il Giornale dahingehend, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen wäre, bis so etwas passiere. Das Areal um den Hauptbahnhof gilt als gefährlich. Sehr viele Migranten hielten sich dort auf. Der Weg zum Bahnhof wäre inzwischen ein Spießrutenlauf, von allen Seiten würde man angesprochen oder angegrapscht. Ein Interviewpartner meinte „das kann uns auch passieren“.

Nur 24 Stunden nach der Tat gingen am selben Ort zwei afrikanische Einwanderer mit abgebrochenen Flaschenhälsen aufeinander los, bis die Carabinieri die blutige Auseinandersetzung beendeten.

Schmelztiegel der Kriminalität

Mailand gilt als Hochburg für Kriminalität und Islamismus. 2016 wurde der tunesische Massenmörder Anis Amri, der Weihnachtsmarkt-Attentäter von Berlin, in Mailand gestellt und erschossen. 2017 attackierte Ismail H. am Mailänder Hauptbahnhof drei Beamte mit einem Messer, nachdem sie ihn nach seinen Papieren fragten. Von der Presse wenig thematisiert war auch der erschütternde Vorfall im März dieses Jahres, wo ein Busfahrer senegalesischer Herkunft einen voll besetzten Schulbus anzündete, weil er „gegen die Einwanderungspolitik protestieren wollte“. Messerangriffe gehören in Mailand inzwischen schon fast zum traurigen Alltagsgeschehen. 150.000 Verbrechen und fast 4.000 Raubüberfälle pro Jahr sind protokolliert.

Sozialisten loben Integration

Politiker der sozialistischen PD loben das Mailänder Modell der Integration. Ex-Innenminister Matteo Salvini sandte Genesungswünsche an den verletzten Militärpolizisten und lobte die italienischen Streitkräfte.