Am Samstag, den 10. Oktober, fand in Berlin die zweite „Konferenz der freien Medien“ statt. Mehr als 70 Teilnehmer tauschten sich über freie und heimatbewusste Alternativen zum globalistischen Einheitsbrei der Mainstream-Medien aus. Dabei war auch Prominenz vertreten.

Von Johannes Schüller

Zahlreiche nonkonforme Medien haben sich auf Einladung von Abgeordneten der AfD-Bundestagsfraktion am 10. Oktober zur zweiten „Konferenz der freien Medien“ im Deutschen Bundestag getroffen.

Vor Ort waren unter anderem Redakteure und Autoren von „PI-News“, „Deutschland-Kurier“, „Publico“ und auch des „Wochenblicks“. „Sie, liebe Vertreter der freien Medien, sind das Gegengewicht zum politisch-medialen Komplex“, betonte der AfD-Bundestagsabgeordnete Udo Hemmelgarn als einer der ersten Redner.

Gemeinsam mit den AfD-Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst, Uwe Schulz und Petr Bystron hatte er – diesmal, anders als 2019, mit dem einhelligen Segen der Fraktionsspitze – zur Medienkonferenz geladen.

David gegen Goliath

Mit einem ausdrucksstarken Vortrag steckte der Bundestagsabgeordnete und medienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Martin E. Renner früh das Spielfeld ab: „Für unsere Kinder und Enkel. Für die Freiheit. David gegen Goliath!“ Die freien Medien sollten auch gegenüber der AfD ihre Unabhängigkeit bewahren, hieß es seitens mehrerer Abgeordneter.

Der deutsche Schriftsteller und Bestseller-Autor Thor Kunkel analysierte aus seiner Sicht als Marketing-Profi die teils perfide Vorgehensweise der Mainstream-Medien. „Deutschland hat kein Politikproblem, Deutschland hat ein massives Medienproblem“, erklärte Kunkel.

Die ursprünglich vom öffentlich-rechtlichen „Westdeutschen Rundfunk“ (WDR) kommende Journalistin Claudia Zimmermann berichtete aus dem Innenleben des Zwangsgebühren-Senders. Für eine gute Recherche fehle oftmals die Zeit. Ähnliches erlebte Referent Alexander Wendt, der einst als Redakteur beim „Focus“ tätig war und nun den Blog „Publico“ betreibt.

Desillusioniert

Zu den erfahrensten Medien-Insidern des Tages zählten zweifelsohne der langjährige „Spiegel“-Journalist und nunmehrige „Deutschland-Kurier“-Autor Matthias Matussek sowie der Medienwissenschaftler Norbert Bolz.

Beide berichteten desillusioniert, aber auch mit reichlich Witz, aus dem Innenleben der etablierten Polit- und Medienlandschaft in Deutschland. Für einiges Staunen bei den deutschen Zuhörern sorgte zum Abschluss der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Christian Hafenecker.

Als Fraktionsführer im „Ibiza-Untersuchungsausschuss“ gewährte er Einblicke in das skrupellose Verhalten deutscher Medien beim „Ibiza-Skandal“ und verwies auf noch zu sichtendes, brisantes Material.

Lobende Worte fanden dagegen sowohl Hafenecker als auch ein deutscher Gast unter anderem für den „Wochenblick“. Auch hier zeigte sich: Ohne die Unterstützung treuer Leser geht vielen wichtigen Alternativmedien rasch die Puste aus.