Medien sind oft politisch eingefärbt. Gerade im Wahlkampf positionieren sich Zeitungen, Radio und TV-Sender an der Seite ihrer Geldgeber. Kaum ein Medium des Mainstreams verfolgt noch eine objektive und sachliche Berichterstattung. Was besonders auffällt: Alle schießen sich auf die FPÖ ein.

Eine Kolumne von Laila Mirzo

Der Wahlkampf in Österreich startete bereits mit der Veröffentlichung des illegal aufgenommenen „Ibiza-Videos“ im Mai. Denn damit war klar, dass die türkis-blaue Koalition dies nur schwer überleben würde. Nur ein paar Stunden später war es dann fix: Sebastian Kurz lässt die Koalition platzen, da er Herbert Kickls Kopf fordert.

Dann fällt ein Dominostein nach dem anderen. Die freiheitlichen Minister treten aus Solidarität mit Herbert Kickl geschlossen zurück, es gibt keine handlungsfähige Regierung mehr. Es folgt ein Misstrauensvotum gegen Sebastian Kurz, eine Interimsregierung und die Verkündung von Neuwahlen im September.

Einseitige Berichterstattung

Mit der „Ibiza-Affäre“ bissen sich sofort sämtliche Mainstream-Medien noch stärker als zuvor an der Freiheitlichen Partei fest. Ohne etwaige Ermittlungsergebnisse abzuwarten, wurden sogar wilde Spekulationen über den Fortbestand der FPÖ angestellt. Doch Totgeglaubte leben bekanntlich länger! Ein Lackmustest war bereits die kurz darauffolgende Europawahl.

Die linke mediale Öffentlichkeit ging von einem Wahldesaster für die FPÖ aus, doch die Stammwähler und treuen Unterstützer blieben trotz der zahlreichen Manipulationsversuche treu. Nun buhlen Kurz und seine Steigbügelhalter um die Stimmen für die Nationalratswahlen.

In den Wochen der heißen Wahlkampfphase bis zum 29. September überbieten sich die Meinungsmacher von Armin Wolf bis zur Kronen Zeitung im Anpatzen der FPÖ.
Die Kronen Zeitung hat sich für den Nationalrats-Wahlkampf gar ein neues Format für die Manipulation der österreichischen Wähler ausgedacht: Die „Krone-Wahlschiris“.

Angelehnt an die Straf-Karten im Fußball, werden Politiker und Parteien für ihre Auftritte bewertet. Mit der Begründung, „die Österreicher wollen keinen Schmutzkübel-Wahlkampf“ hat die Kronen Zeitung laut eigenen Angaben ein „hochkarätiges Schiedsrichter-Team“ zusammengestellt, um den Wahlkampf „kritisch zu verfolgen und für Fouls, aber auch unsinnige, unrichtige Aussagen von Wahlkämpfern (…), Rot für Foulspiel, Gelb als Verwarnung, Grün für Fairplay“.

Wie neutral ist Filzmaier?

So attestiert der ORF-Hauspolitologe Peter Filzmaier der FPÖ einen „Negativwahlkampf“ und vergibt die rote Karte für HC Strache und die FPÖ. Doch wie neutral ist Filzmaier wirklich? Pikantes Detail, das bereits in Vergessenheit geraten sein dürfte: Der ORF stellte 2010 die Zusammenarbeit mit Peter Filzmaier zeitweise ein, da seine Objektivität wegen angeblicher Beratertätigkeiten für die SPÖ in Frage gestellt wurde.

„Der Standard“ hatte damals darüber berichtet, dass der Politologe im Herbst 2008 die burgenländische SPÖ bezüglich einer Werbekampagne beraten haben soll. Auch mit der SPÖ Kärnten und der Tiroler ÖVP soll Filzmaier zusammengearbeitet haben.

Schmutzkübel-Medien

Wie genau es der ORF heute mit der Unvereinbarkeitsregel hält, ist fraglich. Eine einseitige Sichtweise Peter Filzmaiers auf die FPÖ liegt jedenfalls auf der Hand.
Um jemanden zu finden, der sich negativ über die freiheitlichen Standpunkte zu äußern, greift die Kronen Zeitung tief in ihren Schmutzkübel.

So wird das ORF-Sommergespräch zwischen Tobias Pötzelsberger und Norbert Hofer von einer Klimaforscherin der dritten Reihe kommentiert. Helga Kromp-Kolb quittiert selbstgerecht Norbert Hofers Ausführungen zum Klimaschutz mit der gelben Karte. Die Krone titelt intellektuell anspruchsvoll „Zu viel BlaBla“.

Chef-Inquisitor Armin Wolf

Neben der tendenziösen Berichterstattung gegenüber der FPÖ fällt auch die einseitige Einladungspolitik diverser Polit-Talk-Formate auf. Kaum ein Moderator traut sich noch eine Debatte auf Augenhöhe mit führenden freiheitlichen Politikern zu.

Aus Angst vor inhaltlich überzeugenden Argumenten werden haltlose Vorwürfe erhoben oder wissentlich Zitate aus dem Zusammenhang gerissen. Der Zuschauer wird manipuliert. Ein Meister der Verdrehung ist ZIB2-Moderator Armin Wolf. Der selbsternannte und selbstgerechte Chef-Inquisitor der österreichischen Linke macht jedenfalls schon lange keine Nachrichten mehr, sondern Stimmung.