Corona-bedingt kann die FPÖ den diesjährigen politischen Rieder Aschermittwoch nicht so festlich wie gewohnt abhalten. Deswegen begingen ihn die Freiheitlichen in diesem Jahr virtuell. Unter herzlicher Moderation von Lisa Gubik führten Norbert Hofer und Manfred Haimbuchner durch den virtuellen Aschermittwochs-Abend. 

Der stellvertretende Landeshauptmann Dr. Manfred Haimbuchner lud „seinen Chef“, den Bundesparteiobmann Ing. Norbert Hofer zum gemütlichen Aschermittwochs-Bier nach Oberösterreich. 

Dabei präsentierten sich die beiden freiheitlichen Chefs in lockerer Atmosphäre und ließen die begehrten politischen Aschermittwochs-Großveranstaltungen der Vorjahre sympathisch Revue passieren. Eine angenehme Unterhaltung für alle, die ihr Aschermittwochs-Bier dieses Jahr in Ruhe (oder auch Gaudi) zuhause tranken!

Aschermittwoch: Hort politischer Inkorrektheit

Manfred Haimbuchner schilderte, was der politische Aschermittwoch für ihn bedeute: „Es ist ein besonderes Gefühl der Gemeinschaft, wenn der Fasching etwas stärker war. Und der kann in Oberösterreich besonders stark sein! Dann freut man sich auch auf den Aschermittwoch.“ Zu ernst solle man den Aschermittwoch allerdings nicht nehmen: „Wer den Aschermittwoch zu ernst nimmt, der ist wohl auch kein Freiheitlicher!“

So sei der politische Aschermittwoch bereits ein historischer „Hort der politischen Inkorrektheit“, erklärte Haimbuchner. Und sparte dabei nicht mit einem Seitenhieb auf die Antifa. So erklärte der Vize-Landeshauptmann augenzwinkernd, dass er es schade finde, dass die Linken nicht mehr dagegen demonstrierten: „Ich weiß ja nicht, werden sie nicht mehr so gut dafür bezahlt?“

Regierung hat Krise durch das Land geführt

Doch auch die ernsten Themen durften nicht fehlen. Dr. Manfred Haimbuchner blieb bei seiner mittlerweile bekannten Aussagei: „Bundesregierung hat das Land nicht durch die Krise, sondern die Krise durch das Land geführt!“

Ing. Norbert Hofer: „Die Bundesregierung hat nicht nur in der Gesundheitskrise versagt, sondern mit ihrem Maßnahmenchaos auch eine veritable Wirtschaftskrise verursacht. Durch Demonstrationsverbote und anhaltende Grundrechtseinschränkungen wird sich das Ganze nun auch noch zu einer Krise der Rechtsstaatlichkeit ausweiten. Wir Freiheitliche sagen: Genug ist genug!“

Dr. Manfred Haimbuchner: „Wir brauchen die beste Bildung für unsere Jugend. Die kommenden Generationen müssen nicht nur im globalen Wettbewerb bestehen, sondern auch die wirtschaftliche Suppe auslöffeln, die uns diese Bundesregierung eingebrockt hat.“

Beide Politiker betonten, dass beim Corona-Management die Regierungspropaganda und die tatsächliche Lebenswelt der Menschen weit auseinanderliegen. Ob beim sogenannten Homeschooling, den Wirtschaftshilfen für Betriebe oder der Perspektive für Gastronomie und Tourismus: Überall ist das Krisenmanagement der Bundesregierung weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hat zu Enttäuschung und Frust in der Bevölkerung geführt.

Hofer: „Wir halten zusammen!“

FPÖ-Chef Norbert Hofer gab im Zuge des gemütlichen, freiheitlichen Aschermittwochs-Gesprächs einen ganz persönlichen Einblick und verriet: „Ich bin in einer schwarzen Familie aufgewachsen.“ Aus eigener Erfahrung kenne er daher die Situation einzelner Gemeinderäte und Funktionäre, die oft alleine für eine Sache eintreten. Deswegen schätze er es besonders an Veranstaltungen wie dem politischen Aschermittwoch, dass diese sich dort treffen, austauschen und den Zusammenhalt leben können. Er zeigte sich zuversichtlich, dass derartige Veranstaltungen bald wieder möglich sein werden: „Damit wir wieder zeigen können: Wir halten zusammen!“