Das Boulevardmedium Heute berichtete am 22. Juni von einem dreisten Diebstahl am Linzer Barbarafriedhof. Der Ort der Besinnlichkeit und des Andenkens wird immer mehr zum Tummelplatz für Kriminelle, wie auch der jüngste Raubüberfall zeigte. Diesmal stahl ein Unbekannter eine Kappe, die als Erinnerung das Grab eines 24-jährigen zierte. Mutter Petra (43) war verzweifelt.

Es war die Kappe, welche die Mutter an ihren geliebten, tragisch verstorbenen Sohn erinnerte. Diese hatte sie als letztes Andenken am Grab befestigen lassen. Als sie am vergangenen Sonntag das Grab besuchte, fehlte die Kappe. Jemand hatte sie mitgenommen und stattdessen eine andere Kappe hinterlassen.

Grab-Dieb kommt aus Ghana

Was die Heute nicht berichten durfte oder nicht ermitteln konnte: Der dreiste Dieb, der nicht einmal vor dem Andenken an Tote halt machte, war ein 32-jähriger Immigrant aus Ghana. Als der Fall am 23. Juni durch die Initiative zweier Polizeibeamter gelöst und die Kappe wieder erlangt werden konnte, blieb der Heute nur übrig, von einem ominösen „Obdachlosen“ zu schreiben, welcher das wichtige Erinnerungsstück entwendet haben solle.

Wie Wochenblick aus sicherer Quelle erfahren konnte, handelte es sich beim Täter um einen Schwarzafrikaner, der sich gerne am Bahnhof oder auf der Donaulände herumteibt. Ob der Mann wirklich „obdachlos“ ist, also nicht vom Staat alimentiert und mit einer Wohnung versorgt wird, darf bezweifelt werden. Wochenblick wird versuchen, hier weiter zu ermitteln. Laut Polizei gestand der Mann die Tat, konnte dafür aber keinen besonderen Grund angeben.