In Marchtrenk wird am kommenden Montag, den 28. Mai, die neue „Donauschwäbische Bibliothek & Archiv Dr. Georg Wildmann“ eröffnet. Das einzigartige Projekt im neuen Hort2 will lokale, regionale und große Geschichte erzählen.

Die Idee für die Einrichtung einer solchen Räumlichkeit stammt vom ehemaligen Obmann der Landsmannschaft der Donauschwaben in Oberösterreich, Ing. Anton Ellmer, und vom jetzigen Landesobmann und Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr.

Dokumentation historischer Schätze

Ziel ist es, die wertvollen geschichtlichen „Schätze“ des anerkannten Historikers Dr. Georg Wildmann aus Linz zu sammeln und einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen.

Dabei soll jedoch nicht nur die Geschichte der Donauschwaben in Oberösterreich, sondern auch jene der Donauschwaben in ganz Österreich und Deutschland gesammelt werden. Auch aus den USA, Brasilien und Australien kamen bereits Anfragen zur Bibliothek – allesamt Länder, die als Zielländer der donauschwäbischen Auswanderung gelten.

Marchtrenk, Österreich und die ganze Welt

Um auch diesem Personenkreis den Zugang zu den Flucht-, Vertreibungs- und Ansiedelungsgeschichten von heimatvertriebenen Donauschwaben zu ermöglichen, soll die Bibliothek auch über das Internet besuchbar sein.

Die Geschichte der Donauschwaben, die aufgrund von Vertreibung und Umsiedlung nach Oberösterreich kamen, interessiert vor allem ihre Nachfahren. „Der menschliche Aspekt macht Geschichte für Jugendliche interessant“, betont etwa die Schülerin Lara, die von Donauschwaben abstammt.

Jugend an Wurzeln interessiert

Auch deshalb wird die Bibliothek Ortsbücher, teils mit vollständigen Urkunden über 200 Jahre, Bildbände, Erlebnisberichte, Romane und Lyrik, Fachliteratur und Forschungsunterlagen umfassen: Sowohl zur wissenschaftlichen Lektüre für Studenten, als auch für interessierte Laien.