Gelegenheit macht bekanntlich Diebe – und eine nationale Gesundheitskrise kennt ihre Gewinnler. In Österreich sorgte die schiefe Optik darüber, dass ausgerechnet eine der beiden FFP2-Masken produzierenden Firmen im Dunstkreis des Kanzleramtes von Sebastian Kurz (ÖVP) agierten, für Wirbel. Der deutsche Skandal geht aber noch weiter: Denn dort bereicherten sich CDU-Politiker sogar höchstpersönlich an Masken-Geschäften! Ein köstliches Internet-Video nimmt diesen Umstand jetzt aufs Korn. 

Zur Ausgangslage: Die CDU/CSU – immerhin das Parteibündnis, dem auch Kanzlerin Angela Merkel angehört – kommt nicht aus den Negativschlagzeilen. Mehrfach sollen Abgeordnete der Partei bei Deals zwischen Maskenherstellern und der öffentlichen Hand vermittelt haben. Dabei floss gerne auch der eine oder andere Euro. Georg Nüßlein (CSU) kassierte 660.000 Euro an Berater-Honorar, die Firma von Nikolas Löbel (CDU) profitierte mit 250.000 Euro an Provisionen. Sogar CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn soll Medienberichten zufolge in den Skandal involviert sein. Gesichert ist zumindest, dass sein Ressort auch Masken einer Firma einkaufte, für die sein Ehemann arbeitet.

CDU-Coach Ben coacht auch DICH zum Lobbyisten!

Dieser Filz ist ganz offenkundig recht dick und die Öffentlichkeit zerreißt sich längst den Mund über die ominöse Wirtschaftsnähe der Kanzlerpartei. Und wer den Schaden hat, der braucht bekanntlich für Spott nicht zu sorgen. Das übernahmen jetzt einige Aktivisten der „Jungen Alternative“, der Jugendorganisation der AfD, stärkste Oppositionspartei im deutschen Bundestag. Und das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, es ist sogar zum Brüllen!

Dort stellt ein außerordentlich schmierig gestylter fiktiver Berater – „CDU-Coach Ben“ – die Karriere-Möglichkeiten dar, die mit halbschwindeligen Masken-Deals zu erreichen sind. Quasi der schnelle Weg zum Reichtum für politische Mandatsträger, die mit den 10.000 Euro Monatsgehalt nicht mehr auskommen: „Ich erzähle dir die schockierende Wahrheit, wie du Jahresumsätze von über 200.000 Euro verdienen kannst. Kein Scherz, kein Fake, absolut echt!“

Unionspolitiker als „kriminelle Großfamilie“

Dabei wird mit Stereotypen nicht gespart, so fährt ein dickes Auto mit dem Kennzeichen C-DU 666 vor. Drin sitzt ein Anzug-Typ mit Zigarre, der einen Bauarbeiter ankeift: „Aus dem Weg, Geringverdiener!“ – Als wäre es etwas Erstrebenswertes, kommt nun wieder CDU-Coach Ben ins Spiel: „Kuck dir diesen Typen an, er verdient über 500.000 Euro im Jahr ohne einen Finger zu rühren. Willst du auch so ein Auto fahren, musst du Masken verkaufen.“

Und weiter: „Masken, Masken, Masken, du musst sie alle haben: Baumwolle, Seide, Nylon. Du willst Provisionen verdienen? Nicht von 10 Prozent, nicht von 15 Prozent, sondern 30 Prozent – direkt in deine Taschen.“ Aber dort würden die Gelegenheit nicht aufhören: „Du hast dir ein 1. Standbein als Maskenhändler aufgebaut und willst noch mehr? Mach deine Kontakte beim Wirtschaftsministerium zu barem Geld.“ Man könne so endlich Teil einer kriminellen Großfamilie werden: „Nicht Miri, nicht Remmo, nicht Abou Chaker – werde CDU-Lobbyist! Kein Risiko!“

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