Die Corona-Politik sorgte 2020 dafür, dass etwa 1,56 Milliarden „Mundnasenbedeckungen“ die Ozeane zusätzlich verschmutzen. Laut einem neuen Bericht von Oceans Asia sind allein im letzten Jahr zwischen 4.680 und 6.240 Tonnen Gesichtsmasken in die Weltmeere gelangt. Laut dem Bericht dauert es bis zu 450 Jahre, bis eine solche Maske zerfallen ist. Bis dahin schaden die Maulkörbe den Weltmeeren und können Tieren gefährlich werden, die diese bei der Nahrungsaufnahme verschlucken.

Die Weltmeere werden bis Ende 2020 mit geschätzten 1,56 Milliarden Gesichtsmasken überschwemmt sein. Die Meeresschutzorganisation Oceans Asia veröffentlichte den Bericht am 7. Dezember. Laut den Umweltschützern führen die Masken zu zusätzlichen 4.680 bis 6.240 Tonnen Plastikverschmutzung im Meer, es wird bis zu 450 Jahre dauern, bis sich jede Maske aufgelöst hat. Eine Tonne entspricht dem Gewicht eines durchschnittlichen Kleinwagens.

All dies steht in krassem Kontrast zu inhaltsleerer Symbolpolitik wie dem Verbot von Plastik-Einkaufstaschen und Plastik-Trinkhalmen in hochentwickelten Industrienationen. Im Rahmen der vorgeblichen Corona-Pandemie ist echter Umweltschutz offenbar völlig egal.

Weltweiter Anstieg des Plastikverbrauchs

Der Hauptautor des Berichts Teale Phelps Bondaroff warnte, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sei. „Die 4.680 bis 6.240 Tonnen Gesichtsmasken sind nur ein kleiner Teil der geschätzten 8 bis 12 Millionen Tonnen Kunststoff, die jedes Jahr in unsere Ozeane gelangen“, sagte er. Die Corona-Politik hat laut dem Bericht zu einem Anstieg des Plastikverbrauchs geführt und es sind nicht nur Masken, die unsere Ozeane verschmutzen.

Hygienebedarf und eine stärkere Abhängigkeit von Lebensmitteln zum Mitnehmen haben zu einem vermehrten Einsatz von Kunststoffen geführt, insbesondere von Kunststoffverpackungen‘, sagte Gary Stokes, Betriebsleiter von Oceans Asia. „In der Zwischenzeit wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Plastikverbrauchs, wie beispielsweise Verbote von Einweg-Plastiktüten, verzögert, angehalten oder rückgängig gemacht.“

Gesteigerte Verseuchung mit Mikroplastik

Einweg-Gesichtsmaskierungen bestehen normalerweise aus einem aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Kunststoff namens Polypropylen. Es dauert nicht nur Hunderte von Jahren, bis dieses Material zerfällt, sondern es wirft auch winzige Mikroplastiken ab, die Menschen dann durch Meeresfrüchte konsumieren.

Masken gelangen in die Ozeane, da Leute sie achtlos wegschmeißen, wenn die Abfallentsorgungssysteme unzureichend oder wenn diese überfordert sind. Die Auswirkungen sind verheerend.

Jährlich Millionen tote Tiere

„Plastikmüll“ tötet jedes Jahr schätzungsweise 100.000 Meeressäuger und Schildkröten, über eine Million Seevögel und noch mehr Fische und andere Tiere“, sagte Stokes.

Der Bericht fordert dazu auf, nach Möglichkeit wiederverwendbare Masken zu verwenden und Einwegmasken verantwortungsvoll zu entsorgen.

„Es gibt wiederverwendbare und nachhaltige Optionen für fast jeden einzelnen Einweg-Kunststoffartikel“, sagte Phelps Bondaroff. Das sollte auch für unsere Maulkörbe gelten.