Vor dem Pfingstwochenende verkündete Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Angesicht zunehmender Kritik weitere Lockerungen seiner Corona-Maßnahmen. 

Demnach solle die Maskenpflicht mit 15. Juni „großteils“ fallen. Insbesondere im Handel und in der Gastronomie ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dann keine Vorschrift mehr. Allerdings gibt es auch einige, nicht unerhebliche Ausnahmen, welche der mediale Mainstream nur als Beiwerk in seinen Jubel-Meldungen verarbeitet.

Bei Friseuren und Apotheken weiter Vorschrift

Denn bei allen Dienstleistungen, wo naher Kundenkontakt stattfindet – etwa beim Friseur – zählt diese weiterhin zur Pflicht-Ausstattung der Bürger. Dasselbe gilt für Apotheken und andere Gesundheitseinrichtungen. Weiters gilt sie auch bei Veranstaltungen, wo Menschen dicht an dicht aneinander stehen.

Eine Erklärung, weshalb ein kleiner Friseursalon mit überschaubarem Kundenverkehr ein geringeres Infektionsrisiko bergen soll als ein überlaufener Supermarkt, blieb der Kanzler allerdings schuldig. In der Gastronomie kommt zudem eine Verlegung der Sperrstunde auf 1 Uhr sowie eine Aufhebung der Vier-Personen-Beschränkung pro Tisch.

Maskenpflicht bleibt auch im öffentlichen Verkehr

Weiters gilt die Maskenpflicht auch uneingeschränkt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei macht die Regierung keinen Unterschied zwischen der dicht gedrängten U-Bahn im weiter von hunderten Infizierten gesäumten Wien und etwa beinahe leeren Bussen und Zügen in ländlichen Regionen in kaum mehr betroffenen Bundesländern wie Oberösterreich.

In Oberösterreich gibt es derzeit noch 23 aktive Corona-Fälle, neun von fünfzehn Bezirken und mit Wels eine von drei Statutarstädten sind überhaupt coronafrei. Dank Beibehaltung der Pflicht in den „Öffis“ bleibt die Papier- oder Stoffmaske für hunderttausende Menschen auch in unserem Bundesland wohl noch länger ein täglicher Begleiter am Arbeitsweg…