Was haben alle Kritiker der Corona-Maßnahmen gemeinsam? Sie werden von den Massenmedien gehasst und von ihnen als Spinner, Nazi und Verschwörungstheoretiker verunglimpft. In diesen Chor stimmen sie auch wieder bei der Berichterstattung zur Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Nationalfeiertag in Wien ein.

Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Linke Establishment-Lieblinge und sogenannte Journalisten überschlagen sich in ihrer Empörung und einseitigen, völlig übertriebenen Darstellung. Aber es melden sich auch besorgte Stimmen zu Wort und versuchen auf diesem Weg auf die verirrten Schäfchen Einfluss zu nehmen.

Sitzen die eigentlichen Spinner in Politik und Medien?

Bereits am Heimweg von der Demonstration schallten schon die selbstgefälligen Kommentare aus dem Radio: Man müsse sich nun verstärkt diesen Personen (den Demonstranten) annehmen und untersuchen, was diese Menschen dazu bringt, dass sie derart irrational denken und die wissenschaftlichen Fakten verweigern. Kurzum: Man müsse diese Verrückten dringend wieder zurechtrücken.

Ich musste schmunzeln. Nun mag es schon sein, dass sich manch Spinner unter den Demonstranten befand. Doch die gibt es überall, gehäuft im Parlament (beziehungsweise in der Hofburg, wo dieses momentan tagt). Und die gegendemonstrierende, wild herumhüpfende Antifa mit ihrem „Wir impfen euch alle“-Transparent wirkte auch geistig nicht ganz gesund.

Die Mär von den „Corona-Leugnern“

Ich für meinen Teil traf auf der Hauptdemonstration jedenfalls ganz normale, besorgte Menschen, die genau wissen, was sie an der aktuellen Politik kritisieren. Und die sich, entgegen der Vorwürfe, sehr wohl auf wissenschaftliche Fakten stützen. Nur eben auf andere, als sie von der Regierung vorgegeben und von den Massenmedien nachgebetet werden.

Sie sind auch keine Corona-Leugner. Niemand, mit dem ich sprach, zweifelte die Existenz der Krankheit an. Nur ihre Gefährlichkeit und/oder die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen. Sogar direkt Betroffene. Ein Mann erzählte mir gar, dass sein Großvater an Covid starb, dennoch demonstriert er gegen die Corona-Maßnahmen.

„Korrupte Politik“ zerstört die Zukunft

Denn er hat auch Kinder. Sein Großvater war sehr krank und hätte ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt. Seine Kinder aber haben ihr ganzes Leben noch vor sich und die „korrupte Politik“, wie er es nannte, zerstört ihre Zukunft. Ein allgemeiner Tenor, der sich auch in den anderen Gesprächen mehrmals wiederholte.

Mütter und Väter, die Angst um ihre Kinder haben. Angst um ihre psychische und physische Gesundheit wegen Maskenzwang, Abstandsregeln und Schuldgefühlen, um ihre Bildung wegen des Schulchaos und um ihren weiteren Lebenslauf aufgrund der Wirtschaftskrise.

Widerstand für die eigenen Kinder

Das Land würde gerade in Schutt und Asche gelegt. Unsere Kinder sind die Leidtragenden, so die oft geäußerte Sorge. Und für ihren Nachwuchs stehen sie auch auf. Doch die Hoffnung, dass ihre Kritik Gehör findet, ist sehr gering. Zu mächtig seien die Regierenden und ihre treuen Corona-Anhänger.

Diesen Pessimismus kann ich nicht teilen. Denn hinter jedem der laut Veranstalter rund 3.500 Demonstranten stehen viele weitere Tausend Menschen, die ähnlich denken. Bald werden auch sie sich aus der Deckung trauen.