frankreich gelbwesten

Laut der britischen Zeitung „Daily Mail“ sollen in Paris französische Polizisten mit halbautomatischen Gewehren des Typs Heckler & Koch G36 gesehen worden sein. In den sozialen Medien kursieren entsprechende Aufnahmen.

Ein Sprecher der französischen Polizei bestätigte laut der Zeitung das Tragen der Gewehre bei Gelbwesten-Demos. Die Aufnahmen sollen am Samstag in der Nähe des Pariser Triumphbogens entstanden sein.

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„Mit tödlichen Waffen bedrohen“

Zu sehen sind mehrere Mitglieder der Bereitschaftseinheit CRS und mutmaßliche Vertreter der Gelbwesten. Brisant: G36 gehörten in Frankreich bisher laut Medienberichten lediglich zur Ausrüstung der Mitglieder der Anti-Terror-Einheit GIGN sowie der Eingreiftruppe BRI.

„Die CRS-Leute mit den Gewehren hatten Schutzhelme und Körperprotektoren an – sie gehörten keiner Einheit an, die sich auf Feuerwaffeneinsatz spezialisiert. Sie hatten die Aufgabe, uns einfach mit tödlichen Waffen zu bedrohen, und zwar in einer sehr besorgniserregenden Manier. Wir haben ein Anrecht auf Erklärungen“, erklärte ein schockierter Demonstrant laut der „Daily Mail“.

Ex-Minister wollte schießen lassen

Der Ex-Bildungsminister Luc Ferry hatte laut „Die Zeit“ bereits vorgeschlagen, auf Demonstranten schießen zu lassen. Einige würden angeblich „Polizisten vermöbeln“. Inzwischen widerrief Ferry seine Aussage offenbar wieder.

Bis auf wenige Ausnahmen schweigen deutschsprachige Mainstream-Medien über die alarmierenden Aufnahmen aus Frankreich eisern.