Das sorgte für Verwunderung: Am Montag erfuhren viele kritische Beobachter aus den Mainstream-Medien, dass Manfred Haimbuchner nun doch für eine Impfpflicht sei. So titelte „Heute“: „FPÖ-Haimbuchner kann sich Impfpflicht vorstellen“. Doch mit Haimbuchners getätigten Äußerungen hat das kaum etwas zu tun. Er ist nach wie vor gegen eine generelle Impfpflicht. Gänzlich anderer Fokus: In Wahrheit warnte er entschieden davor, eine Kinderimpfpflicht einzuführen. Doch anstatt Haimbuchners differenzierte Überlegungen realgetreu wiederzugeben, übten sich diverse Mainstream-Medien in Verdrehungen, Neuauslegungen und phantasierten eine FPÖ-Debatte herbei.

  • Haimbuchner spricht sich gegen Kinderimpfpflicht aus
  • Den Mainstream-Medien gefällt das nicht: Sie fabulieren eine Befürwortung der Impfpflicht herbei
  • „Coronaerkrankungen bei Kindern geben keinen Anlass zur Sorge“
  • Vize-Landeshauptmann stellt Standpunkt neuerlich in OTS-dar

In einem APA-Interview äußerte sich Oberösterreichs Landeshauptmannstellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner differenziert zur Debatte um die Corona-Impfpflicht. Wieder betonte er die Wichtigkeit der Freiwilligkeit. Vor allem gegen die Kinderimpfungen bezog Oberösterreichs Vize-Landeshauptmann Stellung. Weil er erklärte, dass er sich nicht als einziger querlegen würde, sollten sich Experten tatsächlich für eine Impfverpflichtung des Gesundheitspersonals aussprechen, folgte eine Verdrehung, die ihresgleichen sucht. Plötzlich wurde aus den differenzierten Aussagen des FPOÖ-Chefs ein Befürworten der Impfpflicht. 

Absurde Auslegungen

Die Heute titelte: „FPÖ-Haimbuchner kann sich Impfpflicht vorstellen“. Der Standard suggerierte in seinem Text überhaupt, dass Haimbuchner nach seiner Corona-Erkrankung seine Meinung geändert habe, nun für eine Impfpflicht sei und schrieb nicht zuletzt eine interne „FPÖ-Debatte“ herbei. Dabei zeigt sich, dass Haimbuchner seine Meinung mitnichten geändert hat. Doch was für die Mainstream-Medien nicht passt, wird so zunehmend passend für die immer schrägere Corona-Erzählung gemacht. Hemmungslos legen sie selbst bekannten Politikern wie Manfred Haimbuchner einfach andere Worte in den Mund, um unverschämt die Propaganda-Trommel für die Corona-Politik zu rühren. 

Haimbuchner wehrt sich in Presseaussendung

In einer Presseaussendung setzt sich der Vize-Landeshauptmann nun zur Wehr. Er stellt klar: „Mein Standpunkt war und ist: Keine generelle Impfpflicht, dafür ein aktiver politischer Diskurs bei der Suche nach dem Weg aus der Pandemie.“

Dabei sprach sich Haimbuchner gegen Denkverbote aus: Ich verwehre mich entschieden dagegen, dass die Corona-Politik zum Goldenen Kalb wird, das widerspruchslos angebetet werden muss. Es geht in der Politik nicht um Glaubensbekenntnisse, sondern um Lösungsansätze, die die Gesellschaft und ihre Errungenschaften aufrechterhalten können.“

Worum es Haimbuchner wirklich geht: Keine Kinderimpfpflicht

Haimbuchner sprach sich konsequent gegen jeden Zwang aus. Gerade bei Kindern lehnt er eine Impfpflicht konsequent ab. Sie dürfe „nicht zum Repertoire der politischen Maßnahmen zählen“, wie er nunmehr in einer Presseaussendung feststellt:

„Eine Impfplicht bei Kindern ist für mich indiskutabel. Die Auswirkungen sind deutlich zu wenig erforscht und die Verläufe von Coronaerkrankungen bei Kindern in Österreich geben keinen Anlass zur Sorge.“

Kinder keine Virusbomben: „Was ich nicht will ist, dass unserer Kinder nur noch als potentielle Corona-Überträger und Virusbomben beschrieben werden, die man mit einer Impfung gut entschärfen könne.“

Wo bleibt das „Kindeswohl“? „In der Diskussion fehlt das Wort „Kindeswohl“ mittlerweile völlig. Das ist für mich als Vater und Familienreferent von Oberösterreich unerträglich. Was bringt die Impfung den Kindern und welche Risiken für Kinder sind möglich? So, und nur so muss über eine Impfung bei Kindern diskutiert werden.“

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