Dienstagnacht kam es in mehren Migranten-Vierteln der westfranzösischen Stadt Nantes zu brutalen Zusammenstößen zwischen Polizei und Jugendlichen. Auslöser war der Tod eines jungen Mannes, der sich einer Kontrolle widersetzte und von einem Polizisten so schwer angeschossen wurde, dass er verstarb. Mainstream-Medien schreiben vage von „jugendlichen“ Randalierern – verschweigen jedoch, dass die massiven Unruhen in zu großen Teilen von Migranten bewohnten Vierteln stattfanden!

Ein Hintergrund-Report von Kornelia Kirchweger

Werbung

Opfer war Krimineller aus Paris

Ein junger Mann, der laut der französischen Zeitung „Ouest France“ und „20 minutes“ „Boubakar“ hieß, wurde von der Polizei im Viertel Breil angehalten worden, weil sein Auto im Zusammenhang mit Drogendelikten gemeldet war. Er sollte aufs Revier mitgenommen werden, um seine Identität zu klären. Er täuschte vor, auszusteigen fuhr auf einen Polizisten los und verletzte ihn am Knie. Ein anderer Polizist gab einen Schuss ab, an dessen Folgen Boubakar starb

Als bekannt wurde, das Boubakar an der Schussverletzung starb, kam es zu massiven Tumulten, die sich auch auf die Viertel Malakoff und Dervalieres ausbreiteten. Die Jugendlichen setzten Gebäude, Autos und Geschäfte in Brand, warfen Molotow-Cocktails und zerstörten alles, was ihnen im Weg stand. Schließlich schritt die französische Sicherheitskompagnie mit Tränengas und Wasserwerfern ein.

Falsche Identität

Wie Polizeiquellen bestätigen, wurde Boubakar wegen Raub und anderer Delikte in Paris gesucht. Er war laut Augenzeugen erst seit kurzem in Nantes. Aus Untersuchungskreisen heisst es, dass Aboubkar F. in Val d’Oise geboren wurde und die falsche Identität von Mamadou D. annahm.

migration multikulti magazin

Er war der Polizei wegen Einbruch, Bandenraub, Morddrohungen sowie krimineller Verschwörung bekann und wurde per Haftbefehl wegen Raub gesucht.

Brutale Gangs regieren Migranten-Viertel

Im betroffenen Viertel Breil leben viele Menschen mit Migrationshintergrund vor allem aus Algerien, Marokko, Tunesien und anderen afrikanischen Ländern – zumeist in großen Wohnblöcken, in denen mittlerweile Gangs das Sagen haben. Sie tragen ihre Fehden offen mit Schusswaffen aus.

So wurde Ende Juni aus einem Auto mit einer Kalaschnikow auf ein Haus geschossen, und ein Mädchen an der Hand verletzt, als es die Fensterläden zum Schutz schließen wollte.

Fall soll genau untersucht werden

Das französische Justizministerium kündigte eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft und der Generalinspektion der nationalen Polizei an. Damit solle völlige Transparenz über den Tod des 22-jährigen Boubakar erreicht werden.

Wie vielfach berichtet, geraten Polizei und Jugendlichen in den Problemvierteln der Großstädte immer häufiger aneinander. Ein Parlamentsbericht enthüllte kürzlich hohe Selbstmordraten bei der völlig überforderten Polizei („Wochenblick“ berichtete). In einer Rede an die Nation im Mai versprach der französische Präsident Emmanuel Macron die Polizei in solchen Vierteln massiv aufzustocken.