Doppelmord zwischen den Lebenden und den Toten

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Doppelmord zwischen den Lebenden und den Toten

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Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Die Schönfärbereien der so genannten Qualitätspresse gehen weiter. Um nicht gegen die in den letzten Jahren massiv dahergekommene Hetze der Linksextremisten gegen alle nicht extremen Andersdenkenden Stellung beziehen zu müssen, wird weiterhin versucht, die Tat des Linzer Doppelmörders schon vor dem Prozess zur Entgleisung eines schlichten Irren ohne IS-Bezug zu stempeln.

Dann wäre man einigermaßen fein raus und könnte wieder auf alle einprügeln, die sich besorgt über das Islamistenpotenzial in unserem Land äußern.

Innenminister bestätigte sehr wohl IS-Hintergrund

Dabei verfährt man offenbar nach der Holzhammermethode, in dem man sich kurzerhand auf den Standpunkt stellt, was schert mich das Geschwätz von Innenminister Wolfgang Sobotka, auch wenn der bei dem Linzer Mord eindeutig von einem IS-Hintergrund spricht.

Beschwichtigungsversuche der OÖN

Doch was nicht ins System passt wird passend gemacht, wobei diesbezüglich wieder einmal die OÖN vorgeprescht sind, indem sie in einem Bericht vom Freitag verkünden: „Doppelmord ohne IS-Bezug“. Dabei zitieren sie einen „Linzer Rechtsanwalt“, der angeblich als Verfahrenshelfer die Pflichtverteidigung des Beschuldigten übernommen hat. Den Namen dieses Rechtsanwalts erfahren wir leider nicht, nur seine Erkenntnisse, die er bislang allerdings nur durch einen „kleinen Akt“ vermittelt bekommen hat. Der allerdings genügte ihm schon, um behaupten zu können, „dass es überhaupt keine Hinweise auf ein islamistisches Tatmotiv“ gebe. Im Einvernahmeprotokoll der Kripo habe er jedenfalls nichts davon gelesen.

Mörder schwor IS-Führer die Treue

Vermutlich hat der anonyme Rechtsvertreter auch den Hinweis des oberösterreichischen Landespolizeidirektor Andreas Pilsl überhört, der erklärte, dass der Verdächtige seit Mitte 2016 Tendenzen zeigte, „die in Richtung Radikalisierung führen”, was auch die Auswertung der Facebook-Einträge ergab. Die Tendenz habe sich bis zum letzten Eintrag, dem Treueschwur an IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi fortgesetzt, sagte Pilsl. Ob dieser Doppelmord nun ein offizieller Terroranschlag war oder „nur“ auf eine Art freiwillig auferlegten Gehorsams gepaart mit Gefallsucht basierte, ist wohl ziemlich egal. Es macht die Toten nicht wieder lebendig und beruhigt auch die Lebenden nicht.

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