Geldregen für „Regierungsmedien“ bei Kern&Co.

Geldregen für „Regierungsmedien“ bei Kern&Co.

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Rund 180 Millionen Euro „Regierungs-Inserate“ gab es im vergangenen Jahr 2016. Kritiker werfen Kanzler Kern vor, sein Versprechen gebrochen zu haben: Sein Kanzleramt verdoppelte sogar im letzten Quartal 2016 seine Werbeausgaben.

Bei seinem Amtsantritt am 17. Mai 2016 wurde Christian Kern zur Inseraten-Politik seines Vorgängers Werner Faymann befragt. Faymann brachten seine Inseraten-Millionen viel Spott ein, in Satire-Liedern wurde ihm vorgeworfen er tue „nicht gern regieren, will lieber inserieren!“

Kern versprach zu arbeiten anstatt zu „inserieren“

Neo-Kanzler Kern wollte es besser wie sein Vorgänger machen: „Ich wüsste gar nicht, wo die Mitglieder der Bundesregierung inserieren sollen. Unsere vorrangige Aufgabe ist es nicht zu inserieren, sondern Politik zu machen, Taten zu setzen und klar identifizierbar zu machen, was wir für das Land tun.“ Erstaunliche Wende: SPÖ-Kanzler Christian Kern konnte sich bei seinem Amtsantritt vor 10 Monaten noch nicht einmal „vorstellen“, wo die Regierung denn überhaupt inserieren solle. Und trotzdem: 2016 investierten er und seine Regierungsmitglieder Unsummen in von ihnen bevorzugte Medien. Der Vorsatz „Taten zu setzen und klar identifizierbar zu machen“ dürfte nach wenigen Wochen schon über Bord geworfen worden sein und man konzentrierte sich wieder auf Inserate, die letzteindlich eine wohlfeile Berichterstattung ermöglichen sollen.

Kerns Kanzleramt verdoppelte Werbeausgaben

Alleine im vierten Quartal 2016 haben öffentliche und staatsnahe Stellen etwa 61,7 Millionen Euro für Inserate und Werbeschaltungen ausgegeben. Das Kanzleramt von Kern verdoppelte dabei im letzten Quartal sogar seine Werbeausgaben, das rote Verkehrsministerium hatte gar einen fünffachen Werbe-Etat. Und das ÖVP-Innenministerium gab gleich sechsmal (6x!) soviel für Werbeausgaben aus wie im Quartal davor.

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