Medien: Rosa Brille nach dem Terror

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Medien: Rosa Brille nach dem Terror

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Autofahren gefährlicher als Terror – Am Ende des Lebens müsse man sowieso sterben – Es handle sich nicht um eine Islam-Terror-Attacke sondern um eine zufällige Anhäufung von Einzelereignissen. Solchen Weisheiten bot Montagfrüh das Ö3-Radio breiten Raum.

Medien: Rosa Brille nach dem Terror 1
Medien berichten über die „Männer“

Dass aus „Rücksichtnahme“ der Migrationshintergrund bei Tätern gerne vertuscht oder verschwiegen wird, hat der „Wochenblick“ schon ausführlich berichtet.  Natürlich sahen auch bei den aktuellsten Anschlägen die großen Zeitungen wieder nur die üblichen „Männer“ Taten verüben. Erst in den unteren Absätzen musste kleinlaut eingeräumt werden, dass alle Täter Migrationshintergrund hatten – und viele „getarnt als Flüchtlinge“ zu uns kamen. Wer manche Medien konsumiert muss sich fragen, wann endlich die rosarote Brille der Beschönigungen abgenommen wird?

Leser dumm halten!

Besonders dreist amüsierte sich der vom Radiosender Ö3 eingeladene Kriminalsoziologe Reinhard Kreissl über die „verängstigten Wutbürger“. Kreissl viel in der aktuellen Asyl-Debatte vor allem dadurch auf, dass er mit Nachdruck dafür eintrat, dass die Herkunft der Täter in der Medienberichterstattung nicht genannt werden dürfe. Man würde damit nur der Hetze Vorschub leisten, die Leute aufstacheln. Die Leser hätten grundsätzlich kein Recht darauf den Migrationshintergrund zu erfahren. Wörtlich sagte er im „Kurier“-Interview: “Wieso hat jemand das Recht, die Nationalität zu wissen? Gar nix haben’S. Die Berichterstattung sollte sich darauf beschränken, was passiert ist.”

Anschläge „zufällige Anhäufung“

Im Ö3-Interview am 25. Juli vertat Kreissl die Meinung, dass es „nicht gerechtfertigt“ wäre, dass „alles immer schlimmer wird“. Die tagtäglichen Übergriffe und Anschläge würden auf keine Attacke oder Terrorwelle hindeuten. Statistisch gesehen sei es eine „zufällige Anhäufung“ von Einzelereignissen. Auch um die heimischen Kinder, die mit den Terroranschlägen konfrontiert seien, macht sich der Kriminalsoziologe aus Wien keine Sorgen: „Ich mach mir eigentlich um die Kinder in unserer Gesellschaft weniger Sorgen als um die Kinder, die tagtäglich mit Bombenangriffen aufwachsen in Pakistan, Afghanistan, in Syrien. Da sollte man sich Sorgen machen um eine verlorene Generation.“

Urlaub gefährlicher als Terror

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Beschönigende Worte von Reinhard Kreissl. Foto: Robert Newald / picturedesk.com

Generell bestünde kein Grund, in Panik zu verfallen. Einen für die Opfer des Islam-Terrors schwachen Trost hat Kreissl griffbereit, wenn er sagt: „Das Leben ist gefährlich und endet meistens mit dem Tode.“ Auch wäre die Gefahr, mit dem Auto zu verunglücken, größer als von einem Terroristen erwischt zu werden. „Gehen Sie ins Shoppingcenter, gehen Sie ins Kino, fahren Sie in Urlaub. Statistisch gesehen ist nach wie vor, wenn Sie in den Urlaub fahren, das Gefährlichste der Weg zum Flughafen.“

Schein-Rhetorik der Politik

Ein interessantes Details verriet der als Regierungsberater im Ö3-Interview vorgestellte Reinhard Kreissl im Bezug auf den Umgang der Politik mit derartigen Terrorwellen. Politiker müssten nämlich nach so einem Ereignis immer einen „Aktionsplan präsentieren“, um die Leute zu beruhigen. Das wäre „halt immer eine gewisse Rhetorik: Wir verschärfen dieses, wir verschärfen jenes. Aber unterm Strich kann man dagegen nicht viel tun, ne? Also ich glaube unsere Gesellschaft hält sehr viel aus.“

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Terroristen getarnt als „Flüchtling“ 1

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