Täterfrage bei Butscha-Massaker: Tote offenbar pro-russisch

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Beweise sprechen gegen Mainstream-Version

Täterfrage bei Butscha-Massaker: Tote offenbar pro-russisch

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Seit dem Wochenende ist Butscha in aller Munde. Nach dem Abzug der russischen Truppen aus dem Kiewer Vorort machen nun Bilder die Runde, die brutale Kriegsverbrechen an Zivilisten darstellen sollen. Nun entbrennt der Kampf um die Deutung erneut – und soll von westlicher Seite aus offenbar eine NATO-Einmischung in den Ukraine-Konflikt befördern. Eine solche würde Experten zufolge zum Dritten Weltkrieg und damit zum Krieg in ganz Europa führen.

Russland dementiert Verantwortung für Massaker

Das von der ukrainischen Seite in Umlauf gebrachte Material ist wahrlich nichts für schwache Nerven: Mehrere Hundert Leichen liegen auf der Straße. Als Täter wird die russische Armee ausgemacht – Russland stellt diese Darstellung in Abrede, es habe keine Misshandlungen der örtlichen Bevölkerung gegeben. Man verweist darauf, dass der örtliche Bürgermeister die Leichen nicht direkt nach der Rückgewinnung der Stadt, sondern erst am vierten Tag nach dem russischen Rückzug ansprach. Denn unmittelbar nach dem Abzug der Russen zeigte sich der Bürgermeister noch freudig in einer Video-Ansprache. Erst Tags darauf wurden die Leichen zum Thema. Russland behauptet, es handle sich um eine ukrainische Inszenierung.

Von wegen Massaker: Bürgermeister freudestrahlend unmittelbar nach Befreiung

Tatsächlich erwähnte der Bürgermeister Anatoly Fedoruk ursprünglich nichts davon, dass man auf Anzeichen eines brutalen Massakers gestoßen sei. Im Gegenteil, er verkündete freudestrahlend die Befreiung des Ortes.

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Erst am Folgetag sprach er erstmals von leichenübersäten Straßen.

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Video-Beweis: Ukrainische Polizei sah zuerst auch keine Leichen

Am selben Tag lud die ukrainischen Polizei ein Video hoch, in dem die Leichen-Bilder ebenfalls vollständig fehlen. Man würde annehmen, dass ein solches Detail den Sicherheitskräften bei der Übernahme einer 28.000-Einwohner-Vorstadt relativ schnell aufgefallen wäre.

Jene, die sich hinter die aktuelle offizielle Version stellen, verweisen indes auf Satelliten-Bilder (der USA), wonach einige der Leichen bereits vor dem russischen Abzug an jenen Stellen zu finden seien, an denen sie im bekannten Video später auftauchen würden. Unklar ist jedoch, wann die Satelliten-Bilder aufgezeichnet wurden.

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Ukraine kündigte eine “Säuberungsaktion” gegen Russland-Überläufer an

Interessanter ist da schon eine Wortmeldung des ukrainischen Verteidigungsministers Olexij Resnikow. Dieser kündigte nach der angeblichen Tat “harte Vergeltung” an. Jeder Eindringling würde „zu seiner Zeit bekommen, was er verdient hat.“ Die Ukraine sieht zudem Personen, die mit den russischen Streitkräften kooperierten als “Verräter”. Tatsächlich wurde zwischen der Übernahme Butschas und der Veröffentlichung der Leichenbilder eine “Säuberungsaktion” angekündigt. Diese richtige sich gegen “russische Militärs sowie Saboteure, die sich als Zivilisten verkleiden”.

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Weiße Armbinden als Zeichen “russischer Kollaborateure”

Es wäre kein Einzelfall: Erst vor wenigen Wochen wurde etwa ein brutaler Mord an einem pro-russischen Bürgermeister verübt. Wie Wochenblick berichtete, entsetzte unlängst ein Video, in dem Ukrainer gefangenen russischen Soldaten in die Kniescheibe schießen. Schon seit Jahren erleben indes die Menschen im Donbass, dass auch die ukrainische Armee nicht unbedingt zimperlich ist. Und so macht sich längst auf alternativen Kanälen auch die Ahnung breit, es könnte sich auch in Butscha um eine Rache-Aktion der Ukrainer gehandelt haben.

Dabei werden Ungereimtheiten in der offiziellen Version aufgezeigt. So finden sich auf den nunmehr veröffentlichten Videos mehrere Personen, die weiße Armbinden tragen. Diese galten während der russischen Besatzung als Zeichen einer pro-russischen Einstellung. Es half auch dabei, Rationen abzugreifen oder die Stadt über einen sicheren Fluchtkorridor zu verlassen. Diese beim Abzug aus der Stadt zu erschießen, würde jeder Logik widersprechen. Hier sehen Sie etwa ukrainische Soldaten, die auf Russen oder deren “Kollaborateure” schießen.

Nachweislich trugen auch einige der Leichen im Ortsgebiet diese weißen Binden. Der folgende russischsprachige Kanal behauptet sogar, die Vorgehensweise zu kennen: “Die Ukrainer schleppten sie in den Keller, folterten sie, um Informationen zu erhalten, und erschossen sie wegen ‘Kollaboration’ mit den russischen Truppen.”

Auch wird darauf hingewiesen, dass einige Leichen tatsächlich russische Essensrationen bei sich hatten.

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Für manche Beobachter ist daher klar: Nicht die Russen, sondern die Ukrainer wären verantwortlich für die schändlichen Taten.

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Ukrainischer Ex-Abgeordneter bezeichnet Butscha als “Fake”

Neuen Zündstoff erhält die Debatte auch dadurch, dass der ukrainische Politiker Ilja Kiva behauptet, dass es sich bei Butscha um eine Inszenierung von ukrainischer Seite handle. Bis zum Verbot der Opposition durch Selenski saß Kiva auch im Parlament. Schon im Bezug auf ein Krankenhaus-Video mit Selenski behauptete Kiva, es handle sich womöglich um eine Fälschung. Diese machte er daran fest, dass er eine Wochen zuvor verstorbene Frau in der Sequenz entdeckt haben will – Wochenblick berichtete. Die ukrainische Führung warf ihm danach “russische Propaganda” vor.

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Westen ohne Interesse an differenzierter Aufklärung

Im Westen gibt man nichts auf die Beteuerung des Kreml. Auch die Einwände seitens kritischer Kommentatoren zählen nicht: Die Ungereimtheiten will im niemand wahrhaben. Man hat die Erzählung vom Kriegsverbrechen und hinterfragt nicht weiter. In den Medien ist sogar bereits die Rede von einem „neuen Srebrenica“ oder Vergleichen mit der Bluttat von Racak im Kosovo, die 1999 die NATO-Mobilisierung gegen Serbien befeuerte.

Alles nur für weitere Sanktionen?

Für Josep Borrell, den EU-Außenbeauftragten, ist die Sache klar: Man müsse „dringend die Arbeit an weiteren Sanktionen gegen Russland vorantreiben“. Mehrere EU-Länder stimmen zu, obwohl sie bisher das eigene Volk stärker trafen als die russische Führung. Deutschland ließ sogar dutzende russische Diplomaten ausweisen – die strengste Sanktion auf diesem Sektor. Auch neue Waffenlieferungen stehen im Raum. Indes deutete Selenski an, dass die Friedensgespräche ins Stocken geraten könnten. Egal, welche Version nun zutrifft: Der Bruderkrieg bringt großes Leid über die Zivilbevölkerung – dass weiteres Säbelrasseln des Westens den Frieden bringt, ist unwahrscheinlich.

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst

Es sieht fast so aus, als wollten manche Akteure den Krieg ausweiten, bis zum Einbezug der USA und der NATO. Und sollten sich zumindest einige Elemente der offiziellen Version als unwahr oder verzerrt herausstellen: Es wäre nicht das erste Mal, dass die Amerikaner mit falschen Bildern einen militärischen Eingriff rechtfertigen.

Vom “Brutkasten-Märchen” im ersten Golfkrieg bis hin zu den weiterhin nicht gefundenen “Chemiewaffen”, die dessen Folgekrieg rechtfertigten – die USA blieben viele ihrer Nachweise schuldig. Im Krieg stirbt jedenfalls die Wahrheit zuerst – und zwar in aller Regel auf beiden Seiten. Umso wichtiger ist es, bis zum Abschluss einer unabhängigen Untersuchung mit keinem Narrativ oder Gegennarrativ gemein zu machen, sondern alles auf den Tisch zu legen und mündige Bürger ihre Einordnung treffen zu lassen.

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